MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Inge Hessel

Die sechste Generation

Inge Hessel

Inhaberin Salon Hessel Damen- und Herrenfriseur Sporerstr. 14 04758 Oschatz

Als Inge Blumenschein, verheiratete Hessel, 1949 geboren wurde, ahnte niemand, dass sie in dem Haus ihrer Geburt einst die Familientradition weiterführen und weitergeben würde – das Friseurhandwerk. Ururopa, Uropa, Opa, Vater waren in dem Beruf tätig. Begründet wurde die Tradition 1879 am Neumarkt, seit 1901 ist der Friseur Blumenschein bei den Oschatzern mit dem heutigen Standort verbunden. Die junge Inge Blumenschein absolvierte die 10. Klasse, wollte eigentlich Krankenschwester werden. Der Opa untersagte das, fand das Mädchen als körperlich nicht robust genug für den schweren Beruf und so lernte sie Friseurin. Zwei Jahre dauerte die Lehre in der PGH Souvenir. Vater Ernst, der das private Familiengeschäft in dritter Generation führte, beugte sich dem Druck auf die kleinen privaten Handwerksbetriebe, trat mit seinem Geschäft der PGH bei. Tochter Inge heiratete 1969 Ehemann Dieter Hessel. 1971 kam Sohn Stephan zur Welt und somit konnte und wollte die junge Frau nur noch halbe Tage arbeiten gehen, was ihr im Friseurgeschäft des Vaters ermöglicht wurde. Sie nutzte die Zeit aber auch für ihr berufliches Weiterkommen, legte am 08.10.1973 die Meisterprüfung ab. Damit hatte sie den Grundstein gelegt, sich mit der Wende neu zu orientieren, auf ihre Wurzeln zu besinnen und die Familientradition fortzuführen mit einem eigenen Salon. Damals stolz auf diesen Entschluss, wollte sie auch ihren Namen mit dem Unternehmen verbunden sehen. Heute denkt sie manchmal, dass es eigentlich schade ist, nicht den mit der Tradition verwobenen Namen „Blumenschein“ behalten zu haben. Doch die Oschatzer wissen um die Familiengeschichte und was mit der Übernahme des Salons von der PGH, dem Kauf der vorhandenen Ausstattung mit Kredit begonnen hat, mündete 1996 im kompletten Abriss des alten Hauses und Neubau der heutigen Stätte. 1997 wurde eröffnet und heute arbeiten außer der Chefin noch weitere fünf Halbtagskräfte im Salon. Eine davon ist Tochter Evelyn (geb. 1977), die in die Fußstapfen der Großväter und der Mutter getreten ist und den Friseurberuf erlernt hat. Damit ist gesichert, dass das Friseurgeschäft auch in sechster Generation weitergeführt wird und wer weiß: Vielleicht ist mit einem der drei Enkelkinder ja auch der weitere Fortbestand einst möglich.
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