MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gerhard Hertwig

Erster Geophysiker und jüngster Betriebsdirektor der DDR

Gerhard Hertwig

Dipl.-Geophysiker i. R.
Ernst-Bloch-Straße 24
12619 Berlin

Der erfahrene Akademiker arbeitete über Jahrzehnte in dem geologisch am besten erkundeten Land der Welt – der DDR. Die BRD und das Ausland profitierten von dem einzigen Betrieb für Geophysik in der Republik. Betreibt Gerhard Hertwig, geboren am 05.12.1928 in Meißen, heute Lagerstättenforschung, beschränkt sich diese sich auf Heidelbeeren, Pilze und seinen Garten. Er legte das Abitur ab, absolvierte ein Praktikum in Erzbergbau und Steinkohle und entschied sich für das gerade erst neu eingerichtete Studienfach „Lagerstättenforschung“. Nach 8 Semestern machte er den Diplomabschluss und begann als erster Geophysiker der DDR als Truppleiter im geophysikalischen Dienst in Leipzig. 1957 wurde er als Direktor dieses Betriebes eingesetzt und galt vermutlich als jüngster Betriebsdirektor der DDR. 1964 besuchte Gerhard Hertwig ein Jahr lang die Parteihochschule Berlin und wurde an den VVB Erdöl/Erdgas – einem späteren Kombinat – nach Gommern bei Magdeburg versetzt. Dort stieg er zum 1. Stellvertreter des Generaldirektors auf und agierte im Anschluss als Direktor für den Auslandsbereich. Als Repräsentant und Fachmann viel im Ausland unterwegs, wurde, um die Lebensbedingungen der Menschen entscheidend zu verbessern, im Irak ein Wohncamp errichtet, das im Anschluss gern von Irakern genutzt wurde. Eines von vielen Projekten. 1975 nahm Gerhard Hertwig seine Tätigkeit als stellvertretender Minister für Geologie in Berlin auf. Schon damals war es ihm möglich, Digitaltechnik in Frankreich zu erwerben und Rechner aus den USA zu benutzen. Doch auch die Technik aus dem sozialistischen Ausland nutzte der Entwicklung im eigenen Land. Mit der Wende kam es zur Zusammenlegung der einzelnen Ministerien zu einem Wirtschaftsministerium. Gerhard Hertwig wurde abberufen, übernahm die Stelle eines Hauptabteilungsleiters und ging 1990 in den Vorruhestand. Zurückschauen kann er auf zahllose Ehrungen, u. a. auf den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze. Schon in seiner Eigenschaft als Betriebsdirektor in Leipzig erstellte er ein Konzept zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in den Messtrupps. Noch heute trifft sich der Geophysiker mit ehemaligen Kollegen und ist Mitglied im Seniorenclub für Geologie. Seit 1952 ist Gerhard Hertwig mit seiner Frau Hildegard verheiratet, hat 3 Töchter, 6 Enkel und 2 Urenkel.
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