MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gisela und Werner Hennemann
Ehrlich lebt am längsten
Landwirtin, Köchin
Heinzungsmonteur
Kohrener Str. 14
04654 Frohburg OT Streitwald
Gisela Hennemann, geb. Senf, kam am 20.03.1943 im sächsischen Niedergräfenhain zur Welt und lebte mit einer älteren Schwester auf dem Bauerngut ihrer als Landwirte arbeitenden Eltern. Ihr Vater kehrte 1947 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. „Wir sind einfach und bescheiden aufgewachsen, haben viel draußen gespielt oder Handarbeiten gemacht“, erinnert sich Gisela an ihre Kindheit. Von 1949–1957 besuchte sie die Schule in Geithain. „Ich wäre gern Schneiderin geworden, aber aufgrund unserer Ländereien wurde jede Hand in der Landwirtschaft gebraucht“, sagt Gisela Hennemann, die stattdessen die Haushaltsklasse der Berufsschule besuchte und bis 1960 mit auf dem Hof tätig war. „Danach kam ja die LPG, was für uns ein tiefer Einschnitt war, weil wir das nicht wollten. Ich habe mich dann einige Zeit mit verschiedenen Arbeiten, wie z.B. der Spinnerei in Burgstädt, über Wasser gehalten, bis ich meinen zukünftigen Mann kennenlernte“, berichtet GIsela. 1965 heiratete sie Werner Hennemann. Mit Annett (*1966; Lehrerin) und Dirk (*1967, Klempnermeister und Installateur) hat das Paar zwei Kinder und mittlerweile zwei Enkeltöchter. Nach der Erziehungszeit arbeitete Gisela Hennemann bis 1970 im Lehrlingswohnheim der LPG als Hausmeisterin und Heizerin. Danach war sie in einer Küche der HO als Köchin tätig, bis das Beschäftigungsverhältnis wendebedingt endete und Gisela nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit und einigen ABM-Maßnahmen pensioniert wurde. Werner Hennemann wurde am 20.02.1940 in Frohburg geboren und hat einen älteren Bruder. Sein Vater war Heizer im Braunkohlewerk Borna, die Mutter Hausfrau. Die Schule besuchte Werner in seiner Heimatstadt. 1950 zog die Familie nach Streitwald. „Da mein Bruder von Beruf Schmied war, sollte ich eigentlich in seine Fußstapfen treten. Ich entschied mich aber für eine dreijährige Ausbildung zum Klempner bei einem privaten Meister. Im Anschluss arbeitete er im Gaswerk Frohburg und einer Bornaer Heizungsfirma. Von 1959–2000 war er bei der PGH Ausbau Geithain als Klempner und Heizungsmonteur angestellt, bevor er mit 60 Jahren in Rente ging. Heute genießen Gisela und Werner Hennemann ihre freie Zeit im gemeinsamen Eigenheim und sind stolz auf das in ihrem Leben Geschaffene, die Kinder und Enkelkinder. „Besonders glücklich sind wir, wenn die ganze Familie zusammen ist“, sagen beide einstimmig. Zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählen kleine Ausflüge mit dem Auto und Handarbeiten. „Ich habe einen Handarbeitszirkel in Geithain ins Leben gerufen, den ich heute noch wöchentlich besuche“, erzählt Gisela. Für die Zukunft wünscht sich Familie Hennemann, noch viele Jahre im eigenen Haus wohnen sowie die Entwicklung der Enkel noch lange mit verfolgen und als Großeltern begleiten zu können.