MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Lothar Hennig
„Sterbe nicht, bevor du tot bist! (Aus Indien)
Zschettgauer Str. 16
04838 Eilenburg
Fon: 03423 / 604107
Lothar Hennig wurde am 16.03.1953 in Eilenburg geboren. Er besuchte ab 1959 für vier Jahre die Grundschule in Behlitz und danach die II. Oberschule in Eilenburg. Ab 1967 ging er in die Erweiterte Oberschule Eilenburg, bestand dort 1971 das Abitur mit Auszeichnung und erhielt dafür die Lessing-Medaille in Silber. Nach dem Abitur arbeitete er bis zur Einberufung zum Grundwehrdienst in der LPG. Während des Armeedienstes (Nov. 1971 - April 1973) festigte sich sein Wunsch, später einmal in naturwissenschaftlicher Richtung tätig zu werden. Nach dem Wehrdienst arbeitete vorübergehend bis zum Studienbeginn wieder in der LPG. Ab September 1973 studierte er an der Universität Leipzig Chemie und erhielt 1977 das Diplom. Die Diplomarbeit wurde 1979 auf der FOTOGRAFIA ACADEMICA in Pardubice mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Von 1977–1981 arbeitete Dr. Hennig weiter als wissenschaftlicher Assistent an der Universität auf dem Gebiet der Synthesechemie und wurde 1981 mit dem Prädikat „magna cum laude“ zu einem Thema über Farbkuppler promoviert, das in engem Zusammenhang einer Kooperation mit der Filmfabrik ORWO Wolfen stand. Nach der Promotion erhielt Dr. Hennig ein unbefristetes Arbeitsverhältnis an der Sektion Chemie der Universität Leipzig. Inzwischen hatte er 1976 seine Frau Kerstin (Diplom-Chemikerin) geheiratet, wohnte nun in Markkleeberg (1977–1987), und die Kinder Kathleen (geb. 1977, Personalberaterin) und Torsten (geb. 1981, Dipl.-Ökonom) ergänzten bereits die Familie, als sich später unverhofft weiterer Nachwuchs einstellte. 1986 kamen die Zwillinge Kristin und Dana (beide Lehrerinnen) zur Welt. Danach erfolgte 1987 der Umzug nach Leipzig-Paunsdorf. Beruflich gab es weitere dienstliche Auslandsaufenthalte in Tschechien, Slowenien und Polen. Die gesellschaftlichen Veränderungen 1989/1990 bedingten, dass durch Umstrukturierung eine Neuorientierung notwendig wurde. Dr. Hennig erhielt deshalb nach Neubewerbung 1990 eine Stelle im neugegründeten Institut für Organische Chemie als Leiter der Abteilung für Spektroskopie. Mit Hilfe spektroskopischer Methoden wurden dann über viele Jahre Untersuchungen zur Struktur organischer Verbindungen durchgeführt. Die umfangreiche Tätigkeit in Forschung und Lehre erbrachte 177 wissenschaftliche Publikationen, 5 Patente, zahlreiche Fachvorträge in verschiedenen Einrichtungen, und als Coautor 2015 die Veröffentlichung des Buches "Vom Doktoranden zum bedeutenden Chemiker", Bd. 2, als Hommage an die bedeutende Tradition der Chemie in Leipzig. Beschrieben werden hier in 3 Bänden die Entwicklungswege von Chemikern, denen das Chemie-Studium an der Universität Leipzig und die Promotion an dieser Einrichtung gemeinsam sind und deren Arbeiten auf ihrem Gebiet zu hoher Anerkennung führte - bis hin zur Verleihung des Nobelpreises. 1990 nahm Dr. Hennig eine 3-monatige Gastdozentur in Dänemark wahr, weitere dienstliche Auslandsaufenthalte hatte er mehrfach in Russland. 2004 und 2006 leitete er in Perú Postgradualkurse zur "Strukturaufklärung organischer Verbindungen mittels spektroskopischer Methoden". Privat baute er mit seiner Familie ab 1998 ein Eigenheim in seinem Heimatort Pressen, wohin im August 1999 der Umzug erfolgte. Wandern (Alpen), Lesen und Reisen in mehr als 30 verschiedene Länder boten ihm körperliche und geistige Entspannung. Heute erfordern dagegen infolge schwerer Erkrankung besonders Haus und Garten seine Aufmerksamkeit. Der Besuch kultureller Veranstaltungen (vor allem Kabarett und Varieté) schafft freudvolle Momente. Dr. Hennig ist Mitglied der Chemischen Gesellschaft und seit mehr als 15 Jahren Vorsitzender des Heimatvereins Kospa-Pressen e.V. Seine Stärke ist es, für andere da zu sein. Er ist ein verlässlicher Partner für die Familie (inklusive der sechs Enkel) und schätzt Harmonie und Gesundheit.