MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Heinz Helm

Gemeinsam alt werden

Heinz Helm

und Rita Schneider
Berufskraftfahrer
Diplom-Wirtschaftsingenieurin
Bertolt-Brecht-Str. 1
04720 Döbeln

Seit über zwanzig Jahren leben Rita Schneider und Heinz Helm nun schon zusammen, teilen die Freuden wie die kleinen Unerquicklichkeiten der fortgeschrittenen Lebensphase. Heinz Helm wurde 1935 im sächsischen Mochau (heute Ortsteil der Stadt Döbeln) geboren. Sein Vater fiel dem 2. Weltkrieg zum Opfer, seine Mutter stand mit dem jungen Heinz und seiner Schwester allein da, später erweiterte sich die landwirtschaftlich geprägte Familie um einen wenig verständnisvollen Stiefvater und zwei Halbgeschwister. Nach dem achtjährigen Schulbesuch am Heimatort besuchte Heinz Helm noch drei Jahre die Berufsschule in Zschaitz. Daneben arbeitete er selbstverständlich auf dem elterlichen Anwesen. 1957 wechselte er zur Maschinen-Traktoren-Station (MTS) ins nahe Ostrau. 1960 fand er beim Stadtwirtschaftsbetrieb Döbeln (ab 1990 Entsorgungsgesellschaft Döbeln GmbH) seine fünfunddreißig Jahre währenden Aufgaben als Kraftfahrer. Dazu erwarb er neben den entsprechenden Führerscheinprüfungen noch den Abschluss als Berufskraftfahrer. Danach war er mit dem Wasserwagen oder der Kehrmaschine auf den Straßen Döbeln tagtäglich anzutreffen. 1998 verabschiedete er sich in den Vorruhestand. Aus der 1959 geschlossenen Ehe mit Frau Renate, die im Jahr 1995 verstarb, ging 1963 die Tochter Simone hervor, die die Familie um ein Enkelkind bereicherte. Seine heutige Lebenspartnerin Rita Schneider kam 1938 in Chemnitz zur Welt, wuchs mit einem Bruder auf. Von 1944 bis 1952 besuchte sie mit Unterbrechung in Kriegs- und Nachkriegszeiten die Schule. Den Abschluss der 10. Klasse (Mittlere Reife) konnte sie später an der Volkshochschule erwerben. Ihre dreijährige Lehre bei der Deutschen Reichsbahn beendete sie als Nichttechnischer Betriebs- und Verkehrseisenbahner. Sie arbeitete als Fahrkartenverkäuferin und Fahrdienstleiterin, konnte durch ein Fernstudium an der Ingenieurschule für Eisenbahnwesen „Friedrich List“ (Fachhochschule) 1967 das Diplom als Ingenieurökonomin (heute als Diplom-Wirtschaftsingenieur anerkannt) in Empfang nehmen. 1968 wechselte sie zum Kombinat Kraftwerksanlagenbau Berlin, war in Dresden, dann lange beim Bau des Pumpspeicherwerks Markersbach und des Kraftwerks Chemnitz vor Ort für die kaufmännischen Belange verantwortlich. Sie blieb auch bei der Firma, als diese sich zur K.A.B.- Kraftwerks- und Anlagenbau AG wandelte und nun viele kleinere Baustellen landesweit zu betreuen waren, wurde als kaufmännische Leiterin eingesetzt. 1998 ging sie mit Altersübergangsregelung in die ruhigere Phase des Lebens. Aus ihrer ersten Ehe stammt Sohn Andreas, 1960 geboren. Ihr zweiter Mann, Johannes Schneider, verstarb 1992. Auch sie konnte sich über ein Enkelkind freuen. Die gemeinsamen Aufgabe im Garten und bei der Kaninchenzucht („Graue Wiener“) bringen auch im Alter viel Freude.
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