MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Manfred und Christa Hennig
Die Eltern als Lebensvorbilder
mit Katze Tine
Tischler
Steno-Sekretärin, Technologin
Obere Schönauer 25
04654 Frohburg OT Schönau
Manfred Hennig wurde am 08.09.1932 im sächsischen Prießnitz geboren. Der Vater arbeitete als Gepäckwärter am Bad Lausicker Bahnhof, die Mutter war Hausfrau. Sein einziger Bruder fiel kurz vor Kriegsende und liegt bei Hannover begraben. Von 1939–1947 besuchte Manfred die Schule und absolvierte anschließend eine dreijährige Lehre als Tischler in einem kleinen Privatbetrieb. „Mein Gesellenstück war 1950 ein Schränkchen, das heute noch bei meiner Tochter steht“, schmunzelt er. Nach zwei Jahren, die Manfred Hennig noch in seinem Lehrbetrieb arbeitete, wechselte er für fünf Jahre in eine Bau- und Möbeltischlerei nach Buchheim. Von 1956–1992 war er im Gehäusebau der Harmoniumfabrik Lindholm in Borna tätig, die erst privat und ab 1972 volkseigen war. 1956 heiratete er seine erste Frau Marianne, geb. Täuber. Aus dieser Ehe stammen mit Steffi (*1956, Krankenschwester) und Kathrin (*1966, Mitarbeiterin in einem Dachdeckereinkauf) zwei Töchter und mittlerweile drei Enkel. Marianne Hennig verstarb 1985 plötzlich an den Folgen einer Herzerkrankung. Nach diesem schweren Schicksalsschlag fand Manfred 1988 mit seiner zweiten Frau Christa, geb. Fischer, ein neues Eheglück. 1992 ging er in den Vorruhestand, ab 1994 in Pension. Bis 1998 baute er aushilfsweise noch Zirkuswagen mit auf, bis er sich aus Altersgründen ganz aus dem Arbeitsleben zurückzog. Christa Hennig kam am 24.03.1942 im schlesischen Großhaiden als Einzelkind zur Welt. 1949 flohen sie über ein polnisches Sträflingslager bis nach Borna, wo ihr Vater beheimatet war. „Meine Eltern haben zuvor sieben Jahre lang räumlich getrennt gelebt und sich trotzdem nie verloren“ erzählt sie. Von 1949–1957 besuchte Christa in Borna die Schule. Im Anschluss absolvierte sie auf der Berufsschule ihrer Heimatstadt eine zweijährige Ausbildung zur Stenotypistin und arbeitete 25 Jahre lang als Sekretärin im Kombinat Böhlen. Sie qualifizierte sich innerbetrieblich zur Technologin weiter und war anschließend, nachdem sie ihren Mann Manfred kennengelernt hatte, bis ca. 1990 im Kulturhaus Regis als Finanzverwalterin tätig. Bis zu ihrer Pensionierung 1998 arbeitete sie dann noch drei Jahre als Sekretärin in der Gemeindeverwaltung und einige Zeit im Bauamt der Stadtverwaltung Frohburg. Heute genießen Manfred und Christa Hennig ihre gemeinsame Zeit mit der Familie, mit Gartenarbeit, kleinen Reisen und Katze Tine. Sie freuen sich über den Besuch der Töchter mit ihren Lieben, die Christa von Anfang an ins Herz geschlossen haben. „Ich bin so glücklich über unser Leben“, gesteht diese. Auch mit zwei befreundeten Ehepaaren unternehmen sie viel zusammen. Christa Hennig ist zudem wöchentlich einmal in einer Volkssportgruppe aktiv. Für die Zukunft wünscht sich das harmonische Paar eine friedlichere Welt, Gesundheit und noch viele schöne gemeinsame Jahre.