MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hartmut Hendriok

Soft und hard

Hartmut Hendriok

Systemadministrator
16356 Ahrensfelde OT Neulindenberg

Der (Ost-)Berliner vom Jahrgang 1948 wurde durch den Beruf seines Vaters (Elektroingenieur) geprägt, die handwerkliche Begabung übertrug sich. In der Schule war es dagegen nicht immer leicht, nur mit Mühe erreichte er den Abiturabschluss. Da winkte erst einmal statt des Studienplatzes an der Technischen Hochschule Ilmenau die Pflichtzeit bei der Nationalen Volksarmee (NVA). Doch die Operation nach einem Unfall brachte unerwünschte Nebeneffekte, die ihm fortan zu schaffen machen sollten. Das Mathematikstudium an der Humboldt-Universität (1968/72) endete mit Exmatrikulation (in den gesellschafswissenschaftlichen Fächern wurden mangelnde Leistungen konstatiert). Im Außenhandelsbetrieb Heimelektric fing er als Hilfskraft in der Betriebsorganisation an, wurde jedoch schnell gebraucht, als der Einsatz von EDV-Technik verstärkt wurde. Im Fernstudium an der Berliner Außenstelle der Fachschule Rodewisch konnte er einen Abschluss als Ökonom für Organisation und Datenverarbeitung erreichen, mit „sehr gut“ abgeschlossen. Doch im Betrieb konzentrierte er sich weiter auf die technischen Probleme und erstellte Abrechnungsprogramme. Seine Vertrautheit mit Hardwarekomponenten und Softwareanwendungen ermöglichte ihm den besten Übergang, als mit dem Ende der DDR 1990 auch deren Außenhandelsbetriebe abgewickelt wurden. Beim Bankhaus Fischer & Co. fing er 1992 in der EDV-Abteilung an, kam in ersten Kontakt zur Siemens AG, die den versierten Fachmann übernahm, als 1996 die kleine Privatbank (bei der er auch im Betriebsrat agierte) in die Insolvenz ging. Im Auftrag der Siemens AG betreute Hartmut Hendriok die Kunden aus dem Bankwesen im Norden des Landes, war nun fast die ganze Woche rund um Hamburg unterwegs. Mit der Spezialisierung auf die Peripherie der Geldautomaten und deren Sicherheitstechnik wurde er deutschlandweit eingesetzt. In den letzten Jahren bis zum Ruhestand 2008 konnte er, da inzwischen viele Kunden ihre Datenmengen über die Server von Siemens laufen ließen, oft von zu Hause aus arbeiten, fast grenzenlose Vernetzung ermöglichte den weitgehenden Verzicht auf Einsätze vor Ort. Einen schweren Schicksalsschlag musste er verkraften, als an seinem eigenen 50. Geburtstag seine Frau Gundula (Heirat 1979) starb. So sorgte er nun allein für die beiden Söhne Reik und Björn, die inzwischen ihren eigenen Weg gehen. Eine Enkeltochter ist zur Freude von Opa Hartmut dazugekommen.
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