MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. päd. Eckart Henker
„Nur wer sich ändert bleibt sich treu“
01109 Dresden
Der Pädagoge Eckart Henker kann sehr gut mit Menschen umgehen und ist auch in der Lage, sie positiv zu beeinflussen. Er selbst schätzt Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft und blickt mit Stolz auf einen erfolgreichen und erfüllten Lebensweg zurück.
Eckart Henker wird 1943 als jüngstes von vier Kindern im schlesischen Glatz geboren. Der Vater ist Diplomlandwirt und amtlicher Bodenschätzer, die Mutter arbeitet als medizinisch-technische Assistentin und kümmert sich später als Hausfrau um die Familie.
Nach der Vertreibung aus Schlesien landet die Familie in Hammerstedt im Landkreis Weimar. Dort lernt der Junge eine typische Dorfschule kennen, in der 8 Klassen von einem Lehrer in einem Raum unterrichtet werden. Nach berufsbedingtem Umzug nach Suhl im Thüringer Wald besucht er dort die Erweiterte Oberschule, legt das Abitur ab und absolviert anschließend im traditionsreichen Simson-Werk eine Lehre zum Maschinenschlosser.
Danach bewirbt er sich für ein Studium an die Martin-Luther-Universität in Halle und schließt 1969 das vierjährige Studium als Diplomlehrer für Sport und Deutsch ab, sammelt ein Jahr praktische Erfahrungen an der Schule in Suhl und wechselt 1970 als Assistent an die „Deutsche Hochschule für Körperkultur“ in Leipzig. Dort lehrt er im Wissenschaftsbereich Wintersport und qualifiziert sich weiter. Bis heute denkt Eckart Henker gern an die Zeit in den Winterlagern zurück, wo die Studenten ihre Ausbildung im Skisport erhielten.
Eckart Henkers Engagement wird geschätzt, man beruft ihn zum stellvertretenden Sektionsdirektor und 1984 zum Direktor für Fernstudium. Das Fernstudium an der DHfK Leipzig war eine weltweit einmalige akademische Ausbildung für Trainer im Leistungssport. Über 4000 Fernstudenten, darunter viele Olympiasieger und Weltmeister, erlangten auf diesem Wege ihr Diplom und waren oder sind gefragte Experten im Leistungssport im In- und Ausland. Die Arbeit von Eckart Henker wird mit der Auszeichnung als „Verdienter Meister des Sports“ gewürdigt.
Mit der Abwicklung der Leipziger Hochschule endet auch für Eckart Henker 1992 eine 22-jährige Tätigkeit, auf die er mit Freude aber auch mit Wehmut zurückblickt.
Aber das Leben geht weiter. Es schließen sich verschiedene Tätigkeiten bei privaten Bildungsträgern und Institutionen an, bis er 1994 als Geschäftsführer das „Bildungswerk des Landessportbundes Sachsen“ übernimmt.
Auch ehrenamtlich ist er aktiv, wird zum Vizepräsidenten für Leistungssport des Sächsischen Skiverbandes e. V. gewählt und ist dort 20 Jahre für die Erfolgsbilanz der sächsischen Skisportler mitverantwortlich. Er arbeitet in verschiedenen Gremien und Ausschüssen weiterhin mit.
2009 beendet er seine berufliche Tätigkeit, ist aber noch bis zum heutigen Tage als Honorardozent bei der Ausbildung von Physiotherapeuten an zwei Privatschulen in Dresden tätig.
Eckart Henker hat aus erster Ehe zwei Töchter. Die ältere Tochter Susanne ist Verkehrskauffrau, die jüngere, Katrin, leitet einen Schulhort bei Koblenz.
Seit 1970 ist Eckart Henker mit seiner zweiten Frau Liane, einer gebürtigen Dresdnerin, glücklich verheiratet. Sie ist Lehrerin an einer Sonderschule für Körperbehinderte und setzt nach dem Umzug nach Dresden ihre Lehrertätigkeit an einer Sonderschule für Lernbehinderte in Radeberg fort. Die 1971 geborene Tochter Franziska ist als Filmgeschäftsführerin in einer Münchner Firma beschäftigt.
Die Henkers wohnen im früheren Elternhaus der Ehefrau, das 1946 von der sowjetischen Besatzungsmacht für Offiziersfamilien beschlagnehmt wird. Erst 1993, nach vollständigem Abzug der Roten Armee, erhält die Familie ihr Eigentum zurück. In den folgenden zwei Jahren investieren sie viel Kraft, Zeit und vor allem Geld in die Sanierung des Mehrfamilienhauses.
Seit einigen Jahren genießen Liane und Eckart Henker ihren wohlverdienten Ruhestand. Sie treffen sich regelmäßig mit ehemaligen Kollegen, Studienfreunden und Freunden und wollen 2020 ihre goldene Hochzeit feiern.