MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ursula und Wolfgnag Hennig
Ab und zu erschallt der Ruf aus den Vereinigten Staaten
Dipl.-Lehrer
Lehrerin
08064 Zwickau
Ein langes Leben und eine harmonische Zweisamkeit bei guter Gesundheit genießen zu können – dies wünscht sich jeder. Auch Ursula und Wolfgang Hennig sind dabei nicht ausgenommen, wobei sich die Stunden zu zweit nicht selten auf Stunden mit ihrer geliebten Familie erweitern. Die Söhne Lutz und Sven leben in Deutschland. Tochter Jana begab sich mit 19 Jahren als Au-pair-Mädchen in die USA und lebt noch heute in den Vereinigten Staaten. Hennigs sind zwischenzeitlich glückliche Großeltern von sieben Enkeln und zwei Urenkeln und deren Entwicklung verfolgen zu können, gestaltet sich als freudvolles Unterfangen.
Die eigene Laufbahn der Eltern gestaltete sich im Bereich der Pädagogik – eine Arbeit, der beide gerne nachgingen.
Ursula Hennig, 1940 in Zehdenick geboren, lebte während des Krieges kurz in Berlin und zog mit ihrer Familie zu den Großeltern nach Oelsnitz. Als der Vater 1948 aus Gefangenschaft heimkehrte, erfolgte Umzug nach Hohenstein, bis die Eltern 1955 in Zwickau ein Eigenheim bauten. Ursula Hennig ließ sich zur Verkäuferin ausbilden, war jedoch von großer Sehnsucht nach der Arbeit mit Kindern getrieben.
Des Öfteren hatte sie schon Knirpse in Ferienlagern betreut und nutzte jede Gelegenheit, mit Sprösslingen aktiv werden zu können. Delegiert zu einer Pionierleiterausbildung, ließ sie ein offizielles Fernstudium zum Pionierleiter folgen und begann in dieser Funktion 1961 in Friedrichsgrün.
Nebenberuflich ihr Lehrerstudium – wiederum in der Fernvariante – absolvierend, lehrte sie ab 1968 als Pädagogin der Grundschule und verlor ihre Arbeit 1992. Eine Umschulung zur Altenpflegerin wurde nicht mehr von beruflichem Einsatz gekrönt. Vorzeitig berentet, wurde sie 1994 leider EU-Rentnerin.
Gerade eingeschult, überraschte Wolfgang Hennig, 1942 in Zwickau geboren, seine Mama: „Mutti, ich will Lehrer werden!“ Auf geradem Wege legte er das Abitur ab, studierte am Pädagogischen Institut Dresden und konzentrierte sich auf die Unterrichtsfächer Geschichte und Deutsch.
Als Dipl.-Pädagoge begann er 1964 in Haßlau, wechselte 1979 als Inspektor in die Abteilung Volksbildung beim Rat des Kreises und arbeitete 1989 nochmals ein Jahr als Lehrer. Eine neue und schöne Herausforderung fand er bei einem privaten Bildungsträger, der ihm große Flexibilität abverlangte. Mit 61 Jahren ging Wolfgang Hennig in Rente.
Seither beschaute sich das Paar ein Stückweit die Welt. Ab und zu erschallt der Ruf aus Amerika und natürlich ist es der Ruf von Tochter Jana und ihrer zwei Kinder.