MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Frank Helm

Die Schäferei steht und fällt mit der Familie

Frank Helm
Schäfermeister

Gärtitzer Weg 7
04720 Döbeln
Fon: 03431 / 574511

Beispielgebendes Durchhaltevermögen und nicht zu bremsender Idealismus sind stete Begleiter, die ihm gleich Schwingen den Flug durchs Leben erleichtern. Vor allem aber kann er Dank Ehefrau Marlies und seiner drei Kinder – eine Familie, die immer an erster Stelle steht – Kraft tanken, Energie auffüllen und den Zusammenhalt untereinander genießen. Das Licht der Welt erblickte Frank Helm als Erstgeborener von drei Geschwistern am 22.05.1958 in Döbeln und alle gemeinsam konnten als Kinder von Landwirten eine schöne und unbeschwerte Kindheit erleben. Bis zum 10. Lebensjahr war es der Wunsch, Förster zu werden, doch als er die Bekanntschaft eines Wanderschäfers machte, änderte sich alles. Nach Klasse 10 ließ er sich an der Schäferschule Wettin, der damals einzigen Schäferschule Europas, ausbilden. Heute lautet die offizielle Berufsbezeichnung Tierwirt mit Spezialisierung auf Schafproduktion. Nach dem Studium erhielt Frank Helm 1981 seinen Meisterbrief – ein auch in der Bundesrepublik anerkannter Abschluss. Er leistete Grundwehrdienst, arbeitete in einer Schäferei und kündigte aufgrund nicht konformer Meinung mit seinen Vorgesetzten 1989 selbst. Nur sechs Monate später vereinigten sich die beiden Teile Deutschlands. Die Schäferei wurde abgewickelt und Frank Helm musste aufgrund seiner Kündigung die Zerschlagung seines Lebenswerkes nicht mehr hautnah miterleben. 1 ½ Jahre arbeitete er in einer Milchviehanlage, zog 1990 auf das großelterliche Gut, kaufte seine ersten 90 Schafe und begab sich 1991 mit seiner Privatschäferei in die Selbstständigkeit. Nebenbei auch Ackerbau betreibend, wuchs seine Herde im Laufe der Zeit auf die stattliche Zahl von 360 Mutterschafen. Frank Helm plaudert ein wenig über sein Berufsleben, erzählt, dass er vom Knecht bis zum Betriebsleiter alles in einer Person verkörpert und ergänzt: „Doch die Schäferei steht und fällt mit der Familie.“ Bei vielen Arbeiten greifen ihm seine Lieben helfend unter die Arme. Darüber hinaus auch Mitglied der Prüfungskommission der Schäfer, wäre er sehr glücklich, wenn eines seiner Kinder den Betrieb einst in die nächste Generation führen würde. Tiere haben es ihm angetan. Von klein auf auch jagdorientiert, findet Frank Helm in der Geflügelzucht Ausgleich. Und ist er mit seinen Madras-Kämpfern zugange, einer Hühnerrasse, die schon vor Tausenden von Jahren aus Zucht entstand, denkt er für ein Weilchen einmal nicht an seine wolligen Schafe.
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