MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Hennig
Wissenschaft als Dienstleistung
Institutsleiter IKA Dresden – Institut für Konstruktionstechnik und Anlagengestaltung
Gostritzer Straße 61/63
01217 Dresden
Internet: www.ika-dresden.de
Die Oberlausitz ist die Heimat von Joachim Hennig. Hier kam er 1938 in Niederseifersdorf zur Welt, besuchte die Oberschule in Reichenbach, konnte 1956 das Abitur ablegen. Das Studium führte ihn an die Technische Universität (TU) Dresden, wo er 1961 an der Fakultät für Maschinenwesen seine Diplomarbeit vorlegen konnte. Im Institut NAGEMA, einem Industrieforschungsinstitut für den Lebensmittel- und Verpackungsmaschinenbau startete er seine berufliche Karriere. Als Sachgebietsleiter Maschinenuntersuchungen und späterer Leiter der Abteilung wissenschaftliche Grundlagen arbeitete er an Analysen und Bewertungen zur Optimierung von Maschinen und Anlagen. 1971 konnte er an der Technischen Universität seine Doktorarbeit erfolgreich verteidigen. Im folgenden Jahr wurde ihm die Lehrbefähigung zuerkannt, so dass er sein langjähriges Wirken an der TU Dresden aufnehmen konnte. Er wurde Leiter des Institutes für Verarbeitungsmaschinen und Verarbeitungstechnik und zum ordentlichen Professor ernannt. Neben der Lehrtätigkeit bestimmten technische Grundlagenforschung und industrienahe Anwendungsforschung sein Profil. Im Oktober 1992 gründete er das private Forschungsinstitut für Konstruktionstechnik und Anlagengestaltung (IKA) Dresden. Als Dienstleister der Industrie berät es viele große Konzerne und Geschäftspartner im europäischen Raum. Mit vier Mitarbeitern realisiert Professor Hennig Analysen, entwickelt Optimierungsverfahren und Anpassungsmaßnahmen, erstellt Gutachten. Zu den wichtigen Leistungen zählt die Entwicklung des branchenbezogenen Prozesssimulationssystems für die verpackende Industrie. Seit 1996 erscheint das IKA Dresden auch als Autor von Marktübersichten für Verarbeitungs- und Verpackungstechnik. Seit 1997 wirkt Prof. Hennig als zertifizierter Sachverständiger für die technische Begutachtung von Verpackungsmaschinen und Maschinen der Nahrungsmittelindustrie und deren Anlagen. Als Autor und Herausgeber des losen Blattwerkes "Verpackungstechnik", gilt sein Augenmerk auch der wissenschaftlichen Dokumentation von Branchenentwicklungen und Forschungsergebnissen. An Ruhestand denkt er nicht.
Ausgleich zur fachlichen Arbeit sucht der seit 1962 verheiratete Vater zweier Söhne und fünffache Großvater vor allem beim Wandern und bei der Gartenarbeit. Geistige Anregungen findet der Inhaber von Theater- und Opernabonnements im reichen Kulturleben der sächsischen Hauptstadt.