MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Maik Hennig
Der Schrauber mit Leidenschaft
Großhennersdorfer Str. 6 02747 Herrnhut / OT Ruppersdorf
Maik Hennig, Sohn von Christine und Dieter Hennig wurde 1965 geboren. Nach dem Abschluss der 10. Klasse der Polytechnischen Oberschule Herrnhut erlerne er bei der Firma Häschke den Beruf eines KFZ- Schlossers. Anschließend leistete er seinen 1 ½- jährigen Grundwehrdienst bei der NVA und arbeitete kurze Zeit danach als Krankenwagenfahrer beim DRK. Doch seine Leidenschaft für das Technische blieb. Das erkannte auch die Forstwirtschaft und bot ihm an, für den technischen Zustand der Forstfahrzeuge Verantwortung zu tragen.
Sein Wunsch nach Selbstständigkeit reifte und da gab es die kleine Landwirtschaft, die der Großvater Willi Oppelt gern seinem einzigen Enkel Maik übergeben wollte. Die geräumige Scheune weckte zunächst seine Phantasie. "Hier lässt sich was daraus machen.", sagte sich der gelernte KFZ- Mechaniker. Werkzeug hatte er sich schon eine Menge angeschafft . So konnte es bald losgehen. Zu Wendezeiten bekam doch jeder seine Chance.
Am 1.Juli 1990, dem Tag der Währungsreform, eröffnete er eine KFZ- Verwertung in Ruppersdorf. Das Geschäft kam langsam in Gang und nebenbei absolvierte Herr Hennig den Meisterlehrgang. Als der Chef den Meisterbrief in der Tasche hatte, wurde das Geschäft umgemeldet und noch im Mai 1992 in eine KFZ- Werkstatt umgewandelt. Das Büro übernahm die Ehefrau. Nebenher wurde die Werkstatt vergrößert. Die Scheune bot zunächst noch ungeahnte Möglichkeiten. Als ein zweiter Werkstattraum ausgebaut war, konnte der erste Mitarbeiter im Juni 1994 eingestellt werden. Im September 1995 folgte der erste Lehrling. Inzwischen wurde der vierte Lehrling vom Meister ausgebildet. So ging mancher Jungentraum in Erfüllung: eine Lehrstelle im KFZ- Handwerk. Wiederum wurde die Werkstatt erweitert. So konnte ein weiterer Mitarbeiter eingestellt werden. 1999 wurde noch Platz für Karosserie- und Lackarbeiten geschaffen. Wer das Büro betritt, ahnt nicht, dass dies der frühere Kuhstall war. Es ist erstaunlich, was sich in den letzten Jahren hier alles verändert hat. Die Leistungspalette hat sich erweitert, der Qualitätsstandart ist gestiegen.
Im Vorüberfahren ist es zu sehen, der werkstatteigene Parkplatz steht meist voller Fahrzeuge, ein Zeichen für die Akzeptanz in unserer Gegend. Da Meister Hennig sich zum Gutachter qualifiziert hat, können seine Kunden getrost seinem fachmännischen Urteil vertrauen. Der Chef und seine zwei Facharbeiter sind ständig bemüht, für ihre Kunden, auf dem neusten Stand zu sein. Frau Hennig managt das Büro, und da gibt es auch noch „Herbert“, den Sicherheitsbeauftragten, - wer kennt ihn nicht? Die freie Zeit, die dem „Schrauber mit Leidenschaft“ bleibt, verbringt er am liebsten mit seiner Frau Martina und Tochter Marie- Luise.