MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ute und Bernhard Helbig
Aktiv bleiben
Fachverkäuferin
Energetiker
Obere Dorfstr. 40
09648 Mittweida OT Frankenau
Nur wenige Kilometer trennen Topfseifersdorf, wo Bernhard Helbig 1946 geboren wurde, von seinem heutigen Wohnsitz in Frankenau. Eine schwere Erkrankung nahm ihm die Mutter, als er gerade ein Jahr alt war. So wurde er größtenteils von einer Tante aufgezogen, denn der Vater, ein Elektroingenieur, war viel unterwegs. Der junge Bernhard begann seinen Schulbesuch in seinem Geburtsort, war zwischenzeitlich mit seiner Tante in Cottbus anzutreffen, kehrte dann wieder in die mittelsächsische Heimat zurück, legte an der Oberschule in Mittweida das Abitur ab. Mit diesem Bildungshintergrund dauerte seine Lehrausbildung zum Elektromechaniker nur noch ein Jahr. Dem Ausbildungsbetrieb VEB Elektro-Feinmechanik Mittweida (ELFEMA), spezialisiert auf Bauteile für die Farbfernsehproduktion, sollte er fünfundzwanzig Jahre treu bleiben. Zwischendurch verpflichtete ihn die Armee zum Grundwehrdienst beim Artillerieregiment in Frankenberg. Sein Technologie-Studium an der renommierten Ingenieurschule in Mittweida brachte ihm neue Entwicklungsmöglichkeiten. Er arbeitete als Energetiker, verantwortlich für den Verbrauch aller energieerzeugenden Reserven, dann lange Jahre als Investitionsbearbeiter. Als mit dem Ende der DDR 1990 sich die Produktionsbedingungen stark veränderten, Stellen abgebaut wurden, gehörte er zu den ersten, die das Werk verlassen mussten. Er wurde in Lehrgänge vermittelt, erhielt eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beim geplanten, letztlich doch nicht realisierten Öko-Park. Seit dem Jahr 1975 ist Frau Ute, geborene Hartenstein, an seiner Seite. 1977 wurde Tochter Ilka geboren, 1981 folgte Sohn Daniel. Zwei Enkelkinder erweiterten den Familienkreis.
Ute Helbig kam im erzgebirgischen Eibenstock 1952 zur Welt. Auch sie wuchs als Einzelkind auf. Im Geburtsort besuchte sie die Schule, 1968 mit der 10. Klasse abgeschlossen. Danach folgte eine Lehre als Fachverkäuferin für Lebensmittel in Aue in den speziellen Verkaufseinrichtungen des Bergbaubetriebs Wismut AG. In Aue besuchte sie ebenfalls die Berufsschule. Als sie durch die Heirat nach Frankenau kam (wo die Ehepartner das Haus seiner Tante übernehmen konnten), fand sie Arbeit in einem kleinen Privatgeschäft. Mit der Geburt der Tochter nahm sie drei Jahre Auszeit, dann fügte es sich, dass gerade in Frankenau eine neue Kaufhalle der Konsum-Genossenschaft geeignete Arbeit bot. Doch auch für sie war 1990 Schluss, Aushilfsjobs (u. a. auch in der Altenpflege) und Lehrgänge halfen bei der Überbrückung bis zum Renteneintritt. Seit vielen Jahren sind die Helbigs allerdings aktiv als zuverlässige Zusteller der Tageszeitung „Freie Presse“, beim Austragen von Prospekten und seit 2012 auch von Sendungen über „City-Post“.