MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Marlies und Konrad Heinrich

Ein ganzes Leben zusammengehalten

Marlies und Konrad Heinrich

Sachbearbeiterin
Fleischer
Oschatzer Str. 14
04758 Liebschützberg  OT Borna

Sie sind ein gutes Team und haben die Goldene Hochzeit längst gefeiert. Jetzt steuern Marlies und Konrad Heinrich aus dem nordsächsischen Liebschützberg, Ortsteil Borna, die Diamantene Hochzeit an. Deshalb wollen beide, die seit 1963 glücklich verheiratet sind, noch lange gesund bleiben. Der große Zusammenhalt in ihrer Familie hilft ihnen dabei und ist wie eine gute Medizin. Die beiden Kinder (Uwe, geboren 1964, Facharbeiter für Glastechnik; Dirk, geboren 1967, Betonfacharbeiter) und fünf Enkel sind in der Region geblieben und verbringen viel Freizeit mit ihren Eltern und Großeltern, die von Beruf Sachbearbeiterin und Fleischer waren. Konrad Heinrich kam 1939 in Borna zur Welt und wuchs mit zwei Brüdern in der Landwirtschaft auf. Er spricht von einem guten Elternhaus, in dem die arbeitssame und warmherzige Mutter alles zusammenhielt, denn der Vater (Schneidermeister, Gastwirt) war im Krieg. Konrad besuchte die Schule von 1945–1953 in Schönnewitz und sollte nach der 8. Klasse die Gastwirtschaft übernehmen, doch das Geld fehlte dafür. So lernte der junge Mann Fleischer (drei Jahre Ausbildung) bei Meister Helmut Barth in Oschatz, wo er anschließend arbeitete. 1958 wurde der Privatbetrieb PGH. Nach der Wende entstand daraus eine GmbH, in der Konrad Heinrich bis 1993 beschäftigt war. Danach ging er in Rente. Seine Frau Marlies, geboren 1945 in Zaußwitz, wuchs unter fünf Geschwistern auf. Der Vater war Straßenarbeiter und nach seiner Rückkehr aus dem Krieg viel krank Die Mutter arbeitete schwer in der Landwirtschaft, um ihre Kinder durchzubringen. Sie war eine fleißige und liebevolle Mutter. Marlies besuchte die Schule bis zur 6. Klasse in Zaußwitz, dann die 7. und 8. Klasse in Strehla. Danach sollte sie auf die Erweiterte Oberschule (EOS) nach Oschatz gehen, hätte aber lieber einen Beruf gelernt, sie wollte Gärtnerin werden. Schließlich besuchte sie doch die EOS, aber nur bis zur 11. Klasse, denn Marlies wurde schwanger von ihrem späteren Ehemann. Mit dem ersten Sohn blieb sie nach dessen Geburt ein Jahr zu Hause und stieg 1965 ins Berufsleben ein – als Sachbearbeiterin im Bürgermeisteramt in Schönnewitz (bis 1973). Nach dieser Zeit arbeitete Marlies Heinrich bis zur Wende beim Bürgermeister in Borna. Kurz zuvor hatte sie schon einen Bierverkauf betrieben. 1990–1992 führte sie einen Getränkeshop. Doch das Gewerbe rechnete sich nicht, so dass sie es wieder abmeldete. Danach kümmerte sich Marlies Heinrich um ihre Enkel, um die Kinder zu entlasten. 2009 ging sie in Rente. Heute sind sie und ihr Mann Konrad stolz auf das Geschaffene und ihre Familie, in der Traditionen hoch gehalten werden. Zu Weihnachten und an Geburtstagen sind sie alle zusammen und wünschen sich, dass dies noch lange so bleiben möge.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz