MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Marina und Jürgen Heinze
Glückliche Kindheit als Lebensbasis
Kreuzbergstr. 4
06849 Dessau-Roßlau
Fon: 0340 / 8827695
Jürgen Heinze wurde am 25.06.1955 in Dessau geboren. „Mein Vater Kurt war gelernter Maschinenschlosser und kam 1946 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. 1956, nach dem Tode meines Opas Otto, zahlte mein Vater seine beiden Brüder aus und übernahm das von ihm in den Dreißiger Jahren errichtete Fahrradgeschäft mit angrenzender Dreherei. Er führte es mit meiner Mutter Alice zusammen bis 1986“, erinnert er sich. Jürgen Heinze besuchte in seiner Heimatstadt die POS. Beruflich wollte er allerdings nicht in das Familiengeschäft einsteigen. Er absolvierte eine zweijährige Lehre als Dreher in der Dessauer Maschinenfabrik Abus und wurde anschließend von seinem Lehrbetrieb übernommen. 1978–1979 leistete er seinen Wehrdienst bei den Marinepionieren in Saßnitz, bevor er bis zur Wende wieder bei VEB Abus tätig war. Nachdem Jürgen Heinze 1992 im Zuge der Umstrukturierung entlassen wurde, arbeitete er übergangsweise an einer Dessauer Tankstelle. „1998 wurden bei Abus dann wieder neue Mitarbeiter gesucht, und somit ergab sich auch für mich die Gelegenheit, an meine alte Wirkungsstätte zurück zu kehren“, erzählt Jürgen Heinze freudig. Seit einer krankheitsbedingten Zäsur 2012 arbeitet er seit 2013 als Dreher im WTZ Rosslau. 1987 heiratete Jürgen Heinze seine Frau Marina. Mit Benjamin (*1990, Dreher) hat das Paar einen gemeinsamen Sohn. Mirko (*1980, Gas- und Wasserinstallateur) stammt aus der ersten Ehe seiner Frau, ist aber von Anfang an wie ein eigenes Kind für ihn. Mittlerweile zählen auch zwei Enkel mit zur Familie. Marina Heinze kam am 30.07.1960 in Dessau zur Welt und besuchte zehn Jahre in Kochstedt die Schule. Sie absolvierte eine Lehre als Schienenfahrzeugschlosserin, brach ihre Ausbildung allerdings aufgrund der ersten Schwangerschaft und damaliger privater Probleme ab. Nach einigen Jahren Erziehungszeit arbeitete Marina Heinze anschließend als Reinigungskraft in einer Dessauer Schule. Seit 1990 ist sie als Wirtschaftshilfe bei der Diakonie tätig. „Unser beruflicher Ausgleich war und ist immer die Familie“, bestätigen Jürgen und Marina Heinze gemeinsam, die im elterlichen Haus des ehemaligen Fahrradgeschäftes leben. Ein ganz besonderes Hobby des sonst eher handwerklich ambitionierten Hausherren ist Geschichte. „Ich interessiere mich sehr für historische Dinge, wie z.B. die Römerzeit und lese auch viel darüber“, verrät er. Marina Heinze ist begeisterter Schlagerfan und holt sich die gute Laune musikalisch unter anderem mit Andrea Berg ins Haus. Als Glück empfinden beide, gesund zu sein. „Wenn man auf diesem Gebiet schon einmal eine schwierige Phase durchlebt hat, ist Gesundheit nicht mehr selbstverständlich“, gesteht Jürgen Heinze, der sich für die Zukunft wünscht, das Leben an der Seite seiner Lieben noch viele Jahre genießen zu können.