MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erika und Manfred Heinig

Fest verwurzelt im Kohrener Land

Erika und Manfred Heinig

Schlosser, Klempner
Stenotypistin, Büroangestellte
Rochlitzer Str. 158 a
04655 Kohren-Sahlis

Wer im Kohrener Land aufwächst, für den war und ist die Ausflugsgaststätte „Lindenvorwerk“ ein oft das Leben beeinflussender Begriff. Auch Erika und Manfred Heinig gehören zu jenen, die hier den Partner fürs Leben fanden. Das war 1960, geheiratet wurde vier Jahre später. Manfred Heinig wurde 1938 im nahen Jahnshain geboren. Der Sohn eines Zimmermanns besuchte die örtliche Schule bis zur 8. Klasse. In der Peniger Maschinenfabrik lernte er von 1952 bis 1954 den Schlosserberuf. Da fuhr er täglich 10 Kilometer mit dem Fahrrad bis zur Arbeitsstelle, ab dem 18. Lebensjahr erleichterte ein Motorrad die Bewältigung der Strecke. Als Schlosser und Zahnradfräser blieb er dem Betrieb treu, bis 1962 die neu eingeführte Armeepflicht griff. Als er 1964 wieder ins Zivilleben zurückkehrte, war er frisch verheiratet und hatte dazu einen Schwager, der als selbständiger Klempnermeister arbeitete. Mit ihm verstand er sich gut und begann dort eine neue Arbeit. Er kannte sich bald auch in diesem Metier aus, denn Manfred Heinig hatte eine schnelle Auffassungsgabe im Praktischen. Die beiden bildeten über lange Jahre ein kleines, aber festes Team, bis Manfred Heinig 1998 in Rente ging. Beschäftigten sie sich anfangs viel mit Reparaturen und der Betreuung der Propangasabfüllanlage, wurden, als die DDR-Beschränkungen 1990 entfielen, Aufträge für Bauklempnerei und Heizungsbau bestimmend, führten bis nach Leipzig, aber auch die Dachklempnerei für Kirchenrestaurierungen in Wurzen, Kohren und Gnandstein forderte ihr Geschick. Als Erika Mäder kam seine Frau 1941 im nahen Frohburg zur Welt. Die Klempnerfamilie (Großvater, Vater, Bruder) prägte ihre Jugend. Die Schule besuchte sie erst in Frohburg, dann nach dem Umzug 1950 in Kohren-Sahlis. Daneben forderte die von der Mutter geleitete Sportwerbetruppe mit vielen Auftritten ihren Einsatz. In rein schulischer Lehre mit nur wenigen Praktikumswochen wurde sie nach dem Abschluss der 8. Klasse zur Stenotypistin ausgebildet. Als Schreibkraft verdiente sie dann beim Rat des Kreises Geithain ihr erstes eigenes Geld. Doch wechselte sie schon nach einem dreiviertel Jahr zu einer ortsansässigen Baufirma, der sie in Büro, später auch Buchhaltung bis 1993 die Treue hielt, arbeitete zwischendurch wegen der Kinder und des Hausbaus (1975 bis 1977) in Teilzeit, durchlebte alle Strukturwendungen des Baubetriebes von privat über halbstaatlich, bis zur Umwandlung zu einem VEB und Reprivatisierung 1990 mit. Sohn Falk wurde 1966 geboren, Tochter Silke erfreut seit 1972 die Familie. Vier Enkelkinder sind zu betreuen, Garten, Haus und Hof fordern beide. Seit vierzig Jahren pflegen beide die Kegelfreundschaften. Frau Erika aus musikalischer Familie sang einst im Schulchor und im Volkschor, ist seit 1988 im Kirchenchor aktiv.
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