MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Elke Heinze

Petticoats und rote Limonade

Elke Heinze

Säuglingsschwester und Altenpflegerin i. R.
Bornstraße 7
04774 Dahlen
Fon: 034361 / 51809

Elke Heinze, geboren am 03.05.1944 in Dahlen fühlt sich von ihrem Leben, von Glück, Liebe und unendlich vielen Erinnerungen, reich beschenkt. Ihr Vater stammte aus Homburg im Saarland. Oft fuhren die Eltern mit ihr und ihrer Schwester zu den Großeltern und im Westen war Elke Heinze fasziniert von Petticoats, die sie dort sah. Später besaß sie natürlich selber ein solch bauschiges Röckchen. Sonstige Ausflüge führten nach Leipzig und am Bahnhof gab es stets eine Bockwurst und rote Limonade. Ihre Mutter war Kassiererin, Vater Bademeister im Waldbad Schmannewitz und natürlich verbrachten die Mädchen auch dort herrliche Stunden. Doch die wertvollste Erinnerung gilt Ehemann Günter. Er war Bauingenieur, fungierte zusätzlich als Gutachter und genoss in der Region enormes Ansehen. Für Elke Heinze bedeutete höchstes Glück, geliebt zu werden und ihr Mann liebte sie sehr. Nach der Schule ließ sie sich zur Säuglingsschwester ausbilden und arbeitete von April bis Oktober an der Saisonkinderkrippe für Angestellte in der Landwirtschaft. Dies sorgte dafür, dass sie sich des Winters stets eine Ausweichstelle suchen musste. 11 Jahre pausierte sie für die Erziehung ihrer Töchter Carola, Ulrike und Cornelia. Heute hat Elke Heinze sieben Enkelkinder. Nach der Pause avancierte sie in Dahlen zur Kinderkrippenleiterin. Eigentlich hatte sie nie beabsichtigt, Leitungsfunktion zu übernehmen. Ein Jahr später arbeitete sie wieder als zufriedene Erzieherin, bis die Einrichtung 1992 geschlossen wurde. Es war klar, direkt in Dahlen keine Arbeit mehr finden zu können und so entschloss sie sich mit knapp 50 Jahren für den Erwerb der Fahrerlaubnis. Von 1994/96 ließ sie sich zur Altenpflegerin umschulen und arbeitete bis 2008 in der Tagespflege. Um den eigenen Mann pflegen zu können, blieb Elke Heinze zu Hause. Ihr Mann Günter verstarb 2009. Einsam, traurig und ohne Kontakte zur Außenwelt, stieg sie 2010 erneut in die Tagespflege ein und übernahm ein Jahr danach noch immer Wochenend- und Feiertagsdienste. Schon 2008 war sie ehrenamtlich der Volkssolidarität beigetreten. Sie ist erfüllt von der Liebe zu ihren Kindern und tut auch für andere Menschen Vieles. Ihr großes Vorbild ist Albert Schweizer. Auch sie beschäftigt sich oft mit Afrika und weiß genau: „Wäre ich jünger, würde ich mich auf jeden Fall im Rahmen der Entwicklungshilfe beruflich einbringen.“ Mit weiten Reisen, u. a. nach Dubai oder Amerika, erfüllte sie sich ihre Träume und gibt sich noch immer gern Tagträumen zu roter Limonade, Petticoats, dem Waldbad, doch auch zur „Grünen Tanne“ hin, in welcher sie in der Jugend wahnsinnig gerne tanzte.
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