MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Renate und Karl-Heinz Heller
„Eine gute, intakte Familie zu haben, ist unbezahlbar.“
Paul-Fleming-Str. 10
09648 Mittweida
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Ein gutes Umfeld zu haben und in Frieden leben zu können ist für Renate und Karl-Heinz Heller von entscheidender Relevanz. Das Wichtigste jedoch sind Töchter wie Enkel und gern ergänzt das Paar: „Eine gute, intakte Familie zu haben, ist unbezahlbar.“ Die Familie gibt Halt, vor allem wenn die Wogen des Alltags höher schlagen.
Apropos Wogen! Eine Ausbildung zur Köchin wählte Renate Heller, geboren am 04.02.1952 in Mittweida, in jungen Jahren, um ihr Können auf hoher See unter Beweis stellen zu dürfen. Die Lehrzeit verbrachte sie in der HO-Gaststätte "Deutsches Haus" in Mittweida und arbeitete anschließend in der SED Bezirksparteischule als Köchin.
Karl-Heinz Heller kam am 29.12.1948 ebenfalls in Mittweida zur Welt. Auch er absolvierte eine Lehre zum Koch, kam für 18 Monate zur Volksmarine und begann auch als Koch an der Parteischule. Dort lernte sich das Paar kennen und Renate Heller gab den Traum von der Seefahrt aus Liebe auf.
Sie heirateten 1973 und arbeiteten gleichen Jahres als Köche in Saalburg in einem Ferienheim der SED-Bezirksleitung Gera. Zwei Töchter wurden in dieser Zeit geboren. Doch die junge Frau litt unter Heimweh. 1979 kehrte das Paar an die Parteischule zurück 1984 wechselte Renate Heller als Verkäuferin zur HO und fungierte von 1985–1989 als Lehrausbilderin für Köche.
Ab 01.09.1989 und während der Wende, setzte sie ihren Weg bei der Großhandelsgesellschaft in Mittweida als Disponentin fort – eine verhängnisvolle Entscheidung. 1991 ging die GHG Pleite. Schon 1987 hatte Renate Heller ein Ökonomiestudium aufgenommen und erhielt 1991 den Abschluss als staatlich geprüfte Betriebswirtin. Ihre ganze Energie investierte sie in das Studium. Genützt hat es leider nichts mehr.
Unterschiedliche Jobs halfen über die nächsten Jahre, bevor sie gemeinsam mit ihrem Mann die Cafeteria im Technologiepark betrieb. Enttäuscht verabschiedeten sich Hellers im Jahre 2000 von diesem Vorhaben. Für nochmals 15 Jahre ging sie als Verkäuferin und Kassiererin zu Norma. Dort fühlte sie sich in tollem Team endlich wieder wohl und zufrieden.
Karl-Heinz Heller war etwas länger an der Parteischule geblieben und Begleiterscheinung der Wendezeit waren mehrere Firmenwechsel. 1995 wurden beide Eheleute innerhalb von nur 14 Tagen arbeitslos. Dann kam die Cafeteria. Im Millenniumsjahr fand Karl-Heinz Heller bei Fa. Behr (Autozulieferer) als Bandarbeiter in Neustadt an der Donau eine neue Beschäftigung.
So ging es im Leben hinauf und hinunter, doch es wurde gekämpft und immer eine Lösung gefunden. Und bei allem, was Hellers meistern mussten, half mit zwei Töchtern und vier Enkeln natürlich ihre gute, intakte Familie.