MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Jürgen Heinicke

Zur Ruhe kommen

Jürgen Heinicke

Diplom-Ingenieur für Technologie des Maschinenbaus
99087 Erfurt

Nach über zwanzig Jahren im Außendienst genießt es Jürgen Heinicke, das Leben nun ruhiger angehen zu können, da scheint ihm der Garten schon Welt genug. Geboren 1949 in Weimar, begann er dort auch mit dem Schulbesuch, durch den Umzug mit den Eltern kam er in der zweiten Klasse nach Erfurt, besuchte dort in den letzten Jahren die Erweiterte Oberschule „G. E. Lessing“, an der er 1968 das Abitur ablegte. Im selben Jahr konnte er auch seinen Facharbeiterabschluss als Maschinenbauer erwerben, denn parallel zum Schulbetrieb lief als zeitweise Besonderheit im DDR-Schulsystem die praktische Unterweisung beim VEB Umformtechnik Erfurt. Sein vierjähriges Studium an der Technischen Hochschule im damaligen Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) schloss er als Hochschulingenieur ab, ließ die Diplomarbeit folgen. Wegen seiner Frau (und Mitstudentin) aus der Gegend um Meißen entschied er sich für die Werkzeugfabrik Radebeul, arbeitete in Forschung und Entwicklung. Nach drei Jahren wechselte er zum Kombinat Luft- und Kältetechnik, Betrieb Rationalisierungsbau Meißen in die technologische Arbeitsvorbereitung, wurde deren Abteilungsleiter. Als 1968 seine Frau zu früh verstarb, zog es Jürgen Heinicke wieder in die Nähe der Eltern, nach Erfurt. In der dortigen Schuhfabrik „Paul Schäfer“ blieb er zwei Jahre, für den Rationalisierungsmittelbau zuständig, dann wurde er als Hauptabteilungsleiter im Motorenwerk Nordhausen gebraucht, gehörte nach den wirtschaftlichen Umstrukturierungen nach 1990 als Werkzeugingenieur zur Nordhäuser Ventil GmbH, bis bei erneuten Strukturmaßnahmen sein Arbeitsplatz entfiel. Als Außendienstmitarbeiter und Anwendungstechniker für den Bereich Schleifscheiben fand er bald bei der Burka-Kosmos GmbH in Frankfurt am Main neue Herausforderungen. Mehr als zwanzig Jahre war er nun in fast ganz Deutschland unterwegs, um die Kundschaft der Firma zu beraten, deren Mitarbeiter einzuweisen, bei Problemen Lösungen zu finden. Im Jahr 2015 ging er in den Ruhestand. Heute bestimmt seine Lebensgefährtin Helga, einst Ausbilderin in der Schuhfabrik, dann die letzten elf Jahren nach entsprechendem Fernstudium Sozialpädagogin an einer Berufsschule, sein Leben. Ihre Patchworkfamilie umfasst seine beiden Kinder und ihre Tochter und inzwischen vier Enkelkinder.
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