MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Manfred und Hannelore Heine
Familie geht ihnen über alles
Am Pfaffengrund 13
06882 Dessau-Roßlau
Fon: 034901 / 597743
50 Jahre sind sie im Jahr 2015 ein Paar, Manfred und Hannelore Heine. Er, 1945 geboren, hat nach Abschluss der 10. Klasse seinen Wunsch wahr gemacht, ist Förster geworden. Im Anschluss zur Armee einberufen, wurde der Einsatzort zum Ursprung persönlichen Glücks, denn in einem Magdeburger Kino lernte er 1965 seine Frau kennen. Nun galten die Überlegungen der Jungverliebten der gemeinsamen Zukunft, zumal im gleichen Jahr Sohn Thomas geboren wurde (heute Kraftfahrer). Nach Ende des Armeedienstes zurück im Forstwirtschaftsbetrieb, erhielt Manfred Heine eine Delegierung zum Studium, absolvierte es 1968–1971, mit Abschluss Forstingenieur. Als künftigen Einsatzbetrieb wählte er einen Militärforstwirtschaftsbetrieb, da der den Vorteil bot, den begehrten und benötigten Wohnraum zu erhalten. Er wollte mit seiner Familie vernünftig wohnen, die mit den Töchtern Kathrin (heute Marketingchefin) und Cornelia (Bürokauffrau) indessen Ergänzung gefunden hatte. Mit der Wende wurde der Militärforstbetrieb durch den Bundesforst übernommen und „wer keinen Dreck am Stecken hatte“ ebenso. Die Territorialkenntnisse der Mitarbeiter spielten bei dieser Entscheidung eine Rolle, auch anfänglich unterschiedliche Ansichten, fanden schnell einen Konsens. „Und es gab mehr Geld“, ergänzt Hannelore Heine diese Ausführungen ihres Mannes. Im Jahr 2009 ging Manfred Heine über die Teilzeitarbeit in die Rente.
Hannelore Heine, 1948 geboren, hat ihr gesamtes Berufsleben im Gesundheitswesen verbracht. Im Kreiskrankenhaus Zittau begann sie einst ihre Laufbahn, arbeitete in einem Pflegeheim, als Wirtschaftsleiterin eines Kinderheimes, in einer Kinderkrippe, der Sprechstunden einer Ambulanz und sollte wieder in einem Krankenhaus Dienst tun. Doch mit drei Kindern war Schichtdienst ausgeschlossen und so fing sie im Pflegeheim Roßlau an, wo es ihr möglich war nur in Früh- und Spätschicht zu arbeiten. Über 30 Jahre blieb sie dort, musste keine Bereitschaftsdienste mehr absichern, verdiente etwas mehr Geld. Zwei Jahre nach einer Wirbelsäulen-OP „wurde ich mehr oder weniger gegangen“, erzählt sie vom Ausstieg aus dem Berufsleben, denn die schwere körperliche Arbeit mit Rollstuhlfahrern konnte sie nicht mehr leisten und Schonarbeit gibt es im Pflegedienst nicht. Der Familierat beschloss, dass von nun die Betreuung des inzwischen fünften Enkelkindes ihre Aufgabe sein würde und so wurde sie weiter gebraucht und die Tochter entlastet. Familie Heine weiß ihr Glück zu schätzen, die Kinder in der Nähe wohnen zu haben und ist stolz auf jedes von ihnen. Gemeinsam erhalten sie mit Sport ihre Gesundheit und Hannelore Heine freut sich über die regelmäßigen Treffen mit ehemaligen Kolleginnen.