MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Siegfried und Ingeborg Bauch

Aus Achtung vor dem Leben

Siegfried und Ingeborg Bauch

Graugußformer, Hobbybiologe
Feinmechanikerin
Am Steinhof 14
04808 Wurzen
Fon: 03425 / 810063

Siegfried Bauch kam am 01.07.1939 in Wurzen zur Welt und wuchs mit drei Schwestern auf. Sein Vater arbeitete als Lampenmacher, die Mutter war Hausfrau. „Als ich in die Schule kam, kehrte mein Vater aus dem Krieg zurück. Seine autoritäre Erziehung hat mich nachfolgend geprägt. Doch während er sich politisch engagierte, war es bei mir Naturverbundenheit, die mich bereits als Kind inspirierte“, erinnert sich Siegfried Bauch. Von 1945–1953 besuchte er die Pestalozzi-Schule seiner Heimatstadt und absolvierte anschließend eine dreijährige Lehre zum Graugußformer. Nach Insolvenz der privaten Gießerei wurde Siegfried vom VEB Maschinenfabrik Wurzen übernommen, wo er 40 Jahre tätig war. 1960 heiratete Siegfried Bauch seine Frau Ingeborg. Das Paar bekam vier Kinder und feierte 2020 Diamantene Hochzeit. „Meine Passion als Hobbybiologe habe ich gern weiter gegeben. Urlaub machten wir auf unserem Gartengrundstück in Schmölen, wo wunderbare Tier- und Naturbeobachtungen möglich waren“, erzählt Siegfried, der ab 1972 in der Schule seiner Kinder die „AG Naturschutz“ leitete. „Einer unserer Söhne arbeitet mittlerweile als Tierpräparator und wurde auf dem Gebiet sogar Weltmeister“, berichtet er stolz. Heute gibt Siegfried Bauch sein Wissen im Ehrenamt über die NABU-Fachgruppe Ornithologie und Herpetologie Falkenhain an Vorschulkinder und Jugendliche seiner Region weiter. Auch im Fußball war er aktiv. Während sein Vater Nationalspieler war, kickte Siegfried von 1950–1956 in der Wurzener Jugendmannschaft. Anschließend spielte er zehn Jahre parallel zum Beruf als Leistungssportler bei den Herren im Rahmen der DDR-Liga. „Über den Fußball habe ich auch meine Frau kennengelernt“, schmunzelt er. Ingeborg Bauch, geb. Heller, wurde am 04.08.1936 im thüringischen Bürgel geboren und verlebte eine sowohl liebevolle als auch schwere Kindheit. „Mein Vater war Berufsmusiker und kehrte 1948 aus französischer Kriegsgefangenschaft zurück. Die Ehe meiner Eltern hielt dem Alltag nicht stand“, berichtet Ingeborg, die bis 1950 die Schule besuchte und im Anschluss eine dreijährige Lehre zur Feinmechanikerin bei Carl Zeiss Jena absolvierte. Hier arbeitete sie bis 1961 und zog mit der Heirat zu ihrem Mann nach Wurzen, wo sie bis 1985 im Friseurgeschäft PGH Chic als Servicekraft tätig war. Danach kümmerte sich Ingeborg um Haushalt und Garten oder half aktiv bei der Fachgruppe ihres Mannes mit. „Von 1980–2017 fuhren wir jedes Jahr im Rahmen unserer Arbeit für den Naturschutz 4–6 Wochen als Vogelwärter auf eine Vogelschutzinsel in der Ostsee. Unsere jüngste Tochter hat uns bereits zweijährig dabei begleitet“, erzählen Ingeborg und Siegfried Bauch, die sich für die Zukunft eine friedliche Welt und noch weitere schöne gemeinsame Jahre im Einklang mit der Natur und im Kreise ihrer Lieben wünschen.
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