MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dieter Barthel
Wir leben heute
und Bärbel Helfer
Landmaschinen- und Traktorenschlosser, Kellner
Handelskaufmann
Karl-Liebknecht-Str. 6
09575 Eppendorf
Dieter Barthel wurde am 17.11.1947 im sächsischen Plaue bei Flöha geboren. Seine Mutter war Hausfrau, der Vater Forstingenieur. „Da er nach Kloster Buch bei Döbeln versetzt wurde, zogen wir in die dortige Dienstwohnung. Leider verstarb mein Vater 1952, so dass wir zu den Großeltern nach Oederan gingen. Hier wohnten neben den Urgroßeltern mehrere Generationen unter einem Dach. Meine Mutter musste nun unseren Lebensunterhalt verdienen und wurde durch viel Fleiß Kaderleiterin des VEB Texturseide“, erinnert sich Dieter Barthel. Von 1954–1962 besuchte er die Grundschule, danach die Oberschule in Flöha. Parallel absolvierte er eine Ausbildung zum Landmaschinen- und Traktorenschlosser und arbeitete bis 1973 auf den Gebieten der Landtechnik und des Anlagenbaus. „Wir haben Rinder- und Schweineställe gebaut und waren viel unterwegs“, erzählt Dieter Barthel. Anschließend wechselte er beruflich in die Gastronomie und war bis zur Wende im Oederaner Schützenhaus und der HO Eppendorf als Kellner tätig. „Auch dafür habe ich einen Facharbeiterabschluss“, berichtet Diether Barthel, der 1990 im Zuge des Umbruchs arbeitslos wurde. Die nächsten Jahre war er im Rohrleitungsbau Waiblingen beschäftigt und wurde bis zum Konkurs der Firma als Brigadier eingesetzt. Nach seiner Rückkehr arbeitete er wieder als Gastronom und Hausmeister. Leider wurde er im Alter von 50 Jahren durch einen Herzinfarkt ausgebremst und berentet. Dieter Barthel war zweimal verheiratet. Aus erster Ehe stammt Tochter Mandy (*1971), aus der zweiten Verbindung Manja (*1977). Mittlerweile ist er auch Opa eines Enkelkindes. Von 1956–1986 spielte Dieter Barthel Fußball und fungierte auch als Trainer. „Sport war immer meine große Leidenschaft“, gesteht er. Bärbel Helfer, geb. Weber, kam am 27.03.1950 in Neustrelitz zur Welt und wuchs mit zwei Geschwistern auf. Ihre Mutter war Handelskauffrau, der Vater verstarb 1952. Von 1957–1965 besuchte Bärbel die Schule. Eine darauf folgende Bäckerlehre musste sie aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Stattdessen absolvierte sie eine Ausbildung zur Handelskauffrau und arbeitete fortan im Büro. Ihr Mann war als Bäcker tätig. Mit Manuela (*1969) und Olaf (*1974) bekam das Paar zwei Kinder und hat mittlerweile einen Enkel. 1976 zog Bärbel Helfer mit ihrer Familie nach Karl-Marx-Stadt und war im Büro der Konsumbäckerei angestellt. Seit 1991 ist sie verwitwet. „Nachdem 1993 unser Betrieb abgewickelt wurde, war ich arbeitslos und arbeitete bis zur Rente als Kellnerin. 1996 habe ich meinen Dieter kennengelernt“, schmunzelt sie. In der Freizeit zählen Reisen, Handarbeiten, Lesen und Malen zu ihren Hobbies. „Wichtig ist uns, dass wir vor allem zufrieden älter werden“, sagt Bärbel Helfer, die dem Heute aufgrund ihrer Lebenserfahrung mehr Beachtung schenkt als dem Morgen.