MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Bärbel Bastian

„Am Ende des Tunnels ist immer ein Licht!“

Bärbel Bastian

Dipl.-Pädagogin
Vogelweide 33
06130 Halle
Fon: 0345 / 5126065

Bärbel Bastian, geboren am 24.04.1955 in Lutherstadt Wittenberg, kann ganz allmählich wieder aufatmen und sich in kleinen Schritten der Sonnenseite des Lebens nähern. Sorglos und glücklich durch den Alltag zu schreiten, war ihr lange Zeit nicht mehr vergönnt. Doch sie kämpft, steckt sich Ziele, erreicht selbige und hält sich stets vor Augen: „Am Ende des Tunnels ist immer ein Licht!“ Vater Gerhard, ihr nachahmenswertes Vorbild, war Lehrer und für sie selbst wäre kein anderer Beruf in Frage gekommen. Das Abitur legte sie 1973 ab und hätte gern Deutsch und Geschichte oder Geografie studiert. Diese Kombinationsmöglichkeit war damals nicht gegeben. Sie wich auf Geschichte und Staatsbürgerkunde aus und erhielt 1977 ihr Lehrerdiplom. Das Thema ihrer Diplomarbeit war hochinteressant: „Die Kultur- und Bildungspolitik zur Zeit Katharina“. Die Herrscherin gestaltete leidenschaftlich, politisch grandios und nicht minder charmant die Ära ihrer Regentschaft und für Recherchen schreckte Bärbel Bastian auch nicht davor zurück, sich Übersetzungen aus dem Altrussischen zu widmen. Nach ihrer ersten Hochzeit 1975 zog sie nach Beendigung des Studiums nach Schwedt, kehrte nach dem Tod des Schwiegervaters nach Mansfeld zurück und arbeitete im Kreis Eisleben als Lehrerin. 1987 wurde die Ehe geschieden. ein Jahr später zog sie nach Halle und erkannte während der Wende die Zeichen der Zeit. 1991 nahm sie ein berufsbegleitendes Studium für Sozialkunde auf und begann 1994, nach der Trennung von ihrem zweiten Mann, wiederum nebenberuflich ein Ethikstudium auf. Beruflich waren die Wege geebnet, doch nach der Scheidung 1997 stand sie quasi vor dem nichts. Getäuscht, geprellt und fast mittellos sah sie sich ohne eigenes Verschulden einem riesigen Schuldenberg gegenüber und es sollte noch schlimmer kommen. Nach schwerem Unfall 1991 war sie gezwungen, Hörgeräte zu tragen. Weitere Gesundheitsprobleme kamen dazu, und der Tod der Mutter. Sie absolvierte darauf hin Kurse für Gebärdensprache. Seit 2005 lehrt sie am Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte. Geschichtliche Ambitionen pflegend, leitet sie seit 2007 die Arbeitsgemeinschaft „Archäologie“ und rückt gemeinsam mit ihren Schülern Ausgrabungen, Herstellung von Unterrichtsmaterialien und Erforschung der Lebensweise der Menschen in früherer Zeit in den Focus dieses spannenden Fachgebietes. Nach überstandenem Herzinfarkt 2013 und sich z. T. verringernder Migräneanfälle sieht sie endlich wieder Licht am Ende des Tunnels. Halt und Kraft findet sie bei ihren Kindern, auf die sie sehr stolz ist. Alexander ist Verwaltungsfachangestellter und lebt in Kiel. Katja wohnt in Leipzig und ist als Distriktmanagerin bei Lewis beschäftigt. Und wenn ihr erster Enkel nicht gerade in Kuschellaune ist, spielt er auch gern ein wenig Fußball mit seiner Oma.
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