MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

August Bath

Ungeplante Entwicklungen

August Bath

Hauptmann a. D.
(Beförderung während der Zeit als Zivilangestellter)
17036 Neubrandenburg

Zwar hatte August Bath schon als Kind die Vorstellung, Soldat zu werden, aber im Nachkrieg blieb der Gedanke obsolet. 1937 in Vierow am Greifswalder Bodden geboren, lag die landwirtschaftliche Ausbildung nahe, die er nach dem Schulbesuch (Volksschule Vierow, Zentralschule Katzow, Oberschule mit Internat in Wolgast) 1954 auf der Landwirtschaftsschule in Tützpatz bei Altentreptow aufnahm. 1957 machte er seinen Fachschulabschluss als Staatlich geprüfter Landwirt für den Bereich Tierzucht. Der erste Einsatz erfolgte bei der Maschinen- und Traktorenstation (MTS) im vorpommerschen Züsedom sowie bei der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) im benachbarten Fahrenwalde, wo er mit 21 Jahren zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Doch die Verpflichtung zur Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR sollte 1958 erfüllt werden. Aus den geplanten zwei Jahren wurde fast ein ganzes Leben. Er durchlief Laufbahnstationen vom Soldaten bis zum Oberleutnant, von der Unteroffiziersschule in Burg (Ausbildung zum Panzerkommandanten) über das Kommando des Militärbezirks Neubrandenburg bis zum Einstieg in den Justizdienst beim Militärstaatsanwalt, wo er als Untersuchungsführer eingesetzt wurde. Voraussetzung war eine juristische Hochschulausbildung, welche durch ein 5-jähriges ein Fernstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin realisiert wurde. (Diplom als Diplomkriminalist 1972). Als 1973 das Herz streikte, schied er aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Militärdienst als Oberleutnant a. D. aus. Er wurde Zivilangestellter und arbeitete als Hauptreferent und später als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Chef der Politischen Verwaltung. Mit Wegfall dieser Stelle 1986, wechselte August Bath in die Finanzinspektion. 1988 sagte er der NVA gänzlich adé, wurde Fachgebietsleiter Kader beim Kombinat Obst, Gemüse, Speisekartoffeln (OGS). Mit den neuen Wirtschaftsstrukturen 1990 hatte er sich selbst abzuwickeln, agierte fortan als juristisch beschlagener Bürgerberater in der Gemeinde Blankenhof. Ab 1993 im Vorruhestand, bildete er sich zum Reiseleiter und Stadtführer weiter. Seine Liebe zur heimatlichen Sprache blühte nun in der Plattdeutschgruppe beim Seniorenbüro und führte zum Engagement bei der Fritz-Reuter-Gesellschaft (satzungsgemäß dem Dichter wie der Pflege der niederdeutschen Sprache verpflichtet), wo er seit 2009 dem Vorstand angehört. Er und Frau Ursula (Heirat 1962) sind Eltern zweier Söhne und einer Tochter, dreifache Großeltern und zweifache Urgroßeltern.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz