MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Harald Hecht

Im schönen Ambiente auf das Leben zurückblicken

Harald Hecht
Kfz-Schlosser

Kleben 12
06667 Weißenfels OT Boran

Fon: 03443 / 303653

Für ein Gespräch mit Harald Hecht vermittelt die schöne gemütliche Bauernküche in seinem Haus genau das richtige Ambiente, um angeregt miteinander ins Gespräch zu kommen und viel Wissenswertes aus seinem Leben zu erfahren. Harald Hecht wird am 27. Juni 1946 geboren, die Eltern sind Landwirte und betreiben einen eigenen Bauernhof in Gröst bei Freiburg an der Unstrut, der 15–20 Hektar umfasst. Der Jüngste von vier Geschwistern arbeitet schon als Kind viel in der LPG mit und entdeckt so früh seine Liebe zu den großen Landmaschinen. Nach der Schule erlernt Harald Hecht in drei Jahren den Beruf des Autoschlossers, während der Lehrzeit stirbt der Vater im Alter von nur 55 Jahren. Im Jahr 1965 kehrt der junge Mann nach anderthalb Jahren vom Wehrdienst zurück und repariert anschließend bis 1968 in einer Werkstatt in Freiburg Motorräder. Beim Tanz während einer Sylvesterfeier lernt er in Rossbach seine spätere Frau Rosel kennen, im Jahr 1968 kommt der Sohn Thomas zur Welt. Die junge Familie zieht nach Weißenfels in den Ortsteil Borau, der Bruder übernimmt das elterliche Haus. Harald Hecht findet Arbeit in einer Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) für Kfz und repariert hier LKW. Später wechselt er in eine neue Werkstatt und hat es nun mit PKW zu tun. Als der zuständige Brigadier stirbt übernimmt Harald Hecht dessen Funktion und ist nun für zehn Mitarbeiter verantwortlich. Für den Erwerb der nötigen Qualifikation legt er Anfang der achtziger Jahre nach zwei Jahren Lehrgang die Meisterprüfung als Kfz-Handwerksmeister ab. Im Jahr 1990 muss Harald Hecht aufgrund gravierender Meinungsverschiedenheiten die PGH verlassen, er arbeitet anschließend bis 1996 als Meister im Autohaus Schulze. Die PGH löst sich später auf. Nach einem Herzinfarkt stellen die Ärzte bei ihm außerdem noch Zucker fest, es folgen fünf Jahre Dialyse und eine Nieren- und Bauchspeicheldrüsentransplantation. Seit 2006 bezieht Harald Hecht eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit. Er blickt mit Stolz auf sein Haus, dass er aufgrund seiner handwerklichen Begabung völlig selbst umgebaut hat. Heute erledigt er auf dem Hof noch handwerkliche Arbeiten, soweit es die Gesundheit zulässt und kümmert sich um den Schäferhund Fynn. Er ist mit Hunden aufgewachsen und kann sich ein Leben ohne diese Tiere nicht vorstellen. Früher hat Harald Hecht auch viel Sport getrieben, er ist im Turnen am Gerät genauso zu Hause, wie in der Gymnastik, der Leichtathletik oder dem Federballspiel. Persönlich schätzt er vor allem zuverlässige und ehrliche Menschen und ist glücklich, mit seiner Frau immer noch verheiratet zu sein. Immer wieder denken beide Eheleute an die vielen Reisen zurück, die sie gemeinsam unternommen haben.
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