MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Karin Hausmann
Mit ihrem Lächeln geht alles besser
Verkäuferin
Klosterallee 14
09326 Geringswalde
Karin Hausmann, geborene Müller, wuchs in einem Arbeiterhaushalt auf. 1952 in Waldheim geboren, wechselte sie, als Mutter und Stiefvater eine neue Familie gründeten, im Alter von zwei Jahren ins nahe Hartha. Hier besuchte sie die Schule 1959/67. Nach dem Abschluss der 8. Klasse folgte eine Lehre als Teilefertigerin im örtlichen Stoßdämpferwerk, die Berufsschule besuchte sie in Waldheim. In Leisnig konnte sie auf der Abendschule den Abschluss der 10. Klasse erwerben. Bis zur Heirat 1972 arbeitete sie im Stoßdämpferwerk im Zwei-Schicht-System. Während ihr Mann weiter im selben Werk tätig blieb, unterbrachen die Geburten der beiden Töchter (1972 und 1974) ihre beruflichen Aktivitäten, dann entschieden familiäre Pflichten und gesundheitliche Probleme, auf weitere schwere Schichtarbeit zu verzichten. 1979 wechselte sie in den Handel, anfangs in einem Harthaer Laden, dann für die Konsumgenossenschaft in Geringswalde, wo die Familie seit 1982 wohnte. Neben der Arbeit im Verkauf, wechselnd zwischen Vormittag und Nachmittag, aber auch mit Einsätzen am Wochenende, war sie für die Familie da, werkelte im Garten und fütterte die Hasen. Als 1992 die regionale Konsumgenossenschaft abgewickelt wurde, war sie kurz arbeitslos, machte in jener Zeit endlich ihren Führerschein, fand dann im nahen Örtchen Zschirla als Angestellte in einem kleinen Dorfladen neue Aufgaben. Bald wechselte sie als Aushilfe nach Methau, wo sie den Laden dann übernahm, ihn jedoch nach dem Tod ihres Mannes aufgeben musste. Nach zwei Jahre Schäferei (Fahren eines Verkaufswagens) begann Karin Hausmann 1999 im Simmel-Markt Hartha (Supermarkt), der 2011 von EDEKa übernommen wurde und wo die noch tätig ist. Ihr Lächeln ist neben Kompetenz und Zuverlässigkeit ihr schönstes Kapital. Mit den Leuten zu reden, die sie nicht nur als Kunden versteht, Neuigkeiten und Nettigkeiten auszutauschen, ist hier noch gern erlebt.
Ihre Arbeit half ihr auch über schwere Stunden hinweg, als 1995 ihrem Mann das Leben zu viel wurde. In ihren Töchtern Jana und Annett sowie den beiden Enkeln genießt sie heute die familiären Freuden. Ihr neuer Lebenspartner Bernd steht an ihrer Seite. Sie bezeichnet ihn als Geschenk und hätte nie gedacht, jemanden nochmals so lieben zu können. Beim Lesen in der Bibel, die Kirchenbesuche mit der Oma waren in ihrem Gedächtnis geblieben, findet sie Trost und Bereicherung. Trost und Erhebung empfindet sie auch in der Musik, Operettenmelodien oder das Klavierspiel von Richard Clayderman gehören zu den bevorzugten Titeln akustischen Genießens.