MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Eberhard Hausmann
Vom lustlosen Lausbuben zum engagierten Akademiker
Dipl.-Ing. (FH) für Maschinenbau
Comeniusstr. 10
01307 Dresden
Irgendwann waren die wilden Jahre vorbei und Eberhard Hausmann wandelte sich vom lustlosen Teenager zum verantwortungsbewussten Akademiker, Ehemann und Vater.
Seine Ursula heiratete er 1961. Die Kinder Andreas, Gabi und Kathrin wurden geboren und beide Ehepartner, denen Familie über alles geht, sind heute stolze Großeltern von 3 Enkelkindern.
Geboren wurde Eberhard Hausmann am 20.12.1938 in Dresden. Aufgewachsen in ländlicher Idylle in Gönnsdorf, besuchte er ab 1945 die Schule in Bühlau und wechselte nach Klasse 8 auf die Oberschule. Lust, das Abitur abzulegen, hatte er nicht, versuchte sich statt dessen in verschiedenen Jobs und begann 2 Lehren, die er niemals beendete.
1957 begann Eberhard Hausmann als Kranführer im Gaswerk Dresden-Reick, trat der SED bei und somit waren die Wege für ein Studium geebnet.
Reicher, erfahrender und zielbewusster nahm er 1960 an der Ingenieurschule für Maschinenbau in Görlitz sein Studium auf und beendete es diesmal überaus erfolgreich als Ingenieur.
Ein Absolventenjahr verbrachte er 1964 am Schreibmaschinenwerk Dresden, kehrte ans Gaswerk zurück und bastelte an seiner Karriere.
Er wurde ebenso Technischer Leiter wie Bereichsleiter für innerbetrieblichen Transport. Während der Auflösungsphase übernahm Eberhard Hausmann für 2 Jahre die Betriebsleitung.
Im Anschluss kam er als Technischer Leiter ans Gaswerk Heidenau und setzte seinen beachtlichen Werdegang als Fachingenieur für Anschlussbauten im Energiekombinat Reick auch weiterhin aussichtsreich fort.
Eberhard Hausmann zeichnete verantwortlich für die Arbeit, zusammen mit der Deutschen Reichsbahn – ein bedeutungsträchtiges Unterfangen, denn Eisenbahnen gehörten zum Leben.
Dieser Beschäftigung kam er bis zum Wendejahr mit Engagement nach, konnte seinen Weg im gleichen Unternehmen fortsetzen und war bis zum Vorruhestand 1997 als Sachbearbeiter für Recht und Verwaltung tätig.
Geblieben sind ihm zahlreiche, zu DDR-Zeiten gängige Auszeichnungen und Ehrungen.
Bliebe neben Grundstück und Lektüre die größte Leidenschaft. Bereits in Kindheitstagen war Eberhard Hausmann der Eisenbahn, insbesondere Modelleisenbahnen verfallen. Eine davon ziert sein Wohnzimmer, eine weitere Garteneisenbahn das Außenareal und als Rentner bleibt ihm heute genügend Zeit, sein „Zug-iges“ Steckenpferd zu genießen.
Wünsche hat er fast keine mehr, alle haben sich erfüllt und manchmal ist das Bewältigen der Strecke vom Lausbuben zum Akademiker eben doch nicht so schwer.