MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Heinz und Gisela Hanschmann

Mit Genugtuung auf ein arbeitsreiches Leben zurückblicken

Heinz und Gisela Hanschmann

Landmaschinenschlosser
Geflügelzüchterin

Scheergrund 10
04703 Leising OT Scheergrund

Fon: 034321 / 12684

Heinz und Gisela Hanschmann sind seit 1968 verheiratet. Die Eheleute wohnen seitdem gemeinsam in Scheergrund. Zwei Jahre später kommt die gemeinsame Tochter Kati zur Welt. Heinz Hanschmann wird 1941 geboren und lebt noch heute in dem Haus seiner Geburt. Er kann sich noch gut an den Tag im Jahr 1950 erinnern, als sein Vater heimkehrt. Der ist verletzt und muss sich bis an das Lebensende mit einem Splitter im Kopf quälen. „Ich habe eine schwere Kindheit in einer schlechten Zeit erlebt, in der die Menschen stets um ihr Überleben kämpfen mussten“, erinnert sich Heinz Hanschmann ungeschminkt an seine Startbedingungen. Der Weg zur Schule ist sehr weit, nach dem Unterricht heißt es Kühe hüten oder auf dem Feld mit zupacken. Doch in der Zeit prägen sich auch solche Eigenschaften wie Fleiß und Ausdauer heraus, die ihn künftig im Leben oft helfen und weiterbringen. Heinz Hanschmann erlernt den Beruf eines Landmaschinenschlossers bei der Firma Handke in Leisning. Im Jahr 1959 wechselt er nach Döbeln auf den Bau, weil es dort mehr Geld gibt. Auf noch freiwilliger Basis leistet der junge Mann ab 1960 den Wehrdienst ab. Von 1966 bis 1990 arbeitet Heinz Hanschmann bei der Zwischengenossenschaftlichen Bauorganisation – ZBO. Er lernt hier ein sehr gutes Betriebsklima kennen, was sich ab 1990 schlagartig ändert. Aus den Kollegen werden Konkurrenten, die sich gegenseitig nur noch bekämpfen und anschwärzen. Die ZBO heißt nun HTA, Heinz Hanschmann ist hier als Hausmeister tätig und verlässt den Betrieb 1996 ohne Wehmut, der Rücken ist kaputt, der Arzt rät ihm, in die Rente zu gehen. Nach anderthalb Jahren harten Kampfes, in dem er auch die Vorurteile aus dem Westen kommender Ärzte kennenlernt, kann er endlich in den Ruhestand gehen. Gisela Hanschmann kommt 1947 zur Welt, sie ist bis heute ein fleißiger und vielseitig interessierter Mensch. Nach dem Abschuss der achten Klasse wird sie Geflügelzüchterin, arbeitet später im ELMO, dem Elektromotorenwerk in der Bohrerei, ist Sachbearbeiterin, hilft in einem Kindergarten und schließlich in einer Gaststätte aus. Als den schönsten Abschnitt ihres Arbeitslebens bezeichnet sie die Arbeit als Blumenzüchterin in der GPG Klosterbuch. Im Jahr 1990 kommt hier für sie das Aus, sie wird arbeitslos, absolviert in der Folgezeit eine Reihe von ABM und wagt schließlich noch bis zu ihrer Berentung den Sprung in die Selbstständigkeit als freischaffende Blumenbinderin. Noch heute kommen die Menschen zum Totensonntag oder zu Weihnachten auf sie zu und bitten sie um ihre Dienste. Die Hanschmanns sind stolz auf ihre Enkel, die mit im Haus wohnen, schätzen den Zusammenhalt in der Familie als ein großes Glück und wollen noch lange fit bleiben, um deren Gedeihen zu erleben.
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