MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dipl.-Ing. (FH) Günter Hanke
Der Weg zum eigenen Unternehmen
Geschäftsführender Gesellschafter HTG GmbH Franz-Stenzer-Str.67 12679 Berlin Fon: 030 / 55669250
Als Kind hat er schon eine Modell-Eisenbahn. Sie steht gut verpackt auf dem Boden. Seit dieser Zeit hat er sich ein breites Eisenbahn-Wissen angeeignet.
Günter Hanke, 1952 in Halle (Saale) geboren, absolvierte nach Abschluss der POS und einer Sonderausbildung bei der Energieversorgung in Falkenberg (Elster), dem Rat seines Vaters, eines langjährigen Eisenbahners, folgend, eine Lehre bei der Deutschen Reichsbahn in Berlin als Elektrosignalschlosser. Nach drei Jahren Dienst bei der NVA (Nationale Volksarmee) in der Flugsicherung, studierte er von 1974-1977 in Dresden Eisenbahnsicherungstechnik, schließt als Dipl.-Ing. (FH) ab und wird Technologe in der Reichsbahndirektion Berlin. Hier ist er für die technische Sicherheit der Bahn im damaligen Bezirk Frankfurt/Oder und in den Berliner Neubau-Stadtbezirken Marzahn/Hellersdorf und Hohenschönhausen mit allem was dazu gehört verantwortlich. Als die neuen S-Bahn-Strecken nach Ahrensfelde und Wartenberg sowie die U-Bahn-Strecke nach Hönow errichtet wird, sind die damaligen technischen Anlagen veraltet und nicht erweiterbar. Der Ingenieur Günter Hanke erinnert sich, dass er die für den Aufbau der neuen Signal- und Sicherungstechnik erforderlichen Baumaßnahmen bis zur Fertigstellung begleitet hat. Im März 1990 wird er Fachabteilungsleiter und wechselt drei Jahre später hauptamtlich in den Personalrat der Reichsbahndirektion.
Als die Bahn privatisiert werden soll, entscheidet sich der Ingenieur in die Wirtschaft zu wechseln. Im Spätsommer 1993 geht er zu einer Signalbaufirma nach Bitterfeld und wird Ge-schäftsstellenleiter in Berlin. Hier macht er neue Erfahrungen bei der Umsetzung der Planungen in detailierte Bauausführung. Ab 1998 wechselt er in ein anderes Unternehmen, in dem er im Auftrag der Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit verschiedene Unterlagen überprüft. Hierzu gehört auch eine vierteljährige Tätigkeit in Nürnberg bei der Projektleitung für den Neubau der Strecke München-Nürnberg. Dies ist die letzte Etappe vor seiner Tätigkeit im eigenen Unternehmen, das er im Oktober 1999 gründet – die HTG Ingenieurtechnik GmbH. Alle Planungsphasen der Eisenbahn-Sicherungstechnik von der Aufgabenstellung bis zur Ausführungsplanung werden von seinem Ingenieurbüro erbracht und bei Bedarf auch die Bauausführung überwacht.
Im November 1997 ist der Ingenieur Günter Hanke Gründungsmitglied der FELIX Woh-nungsgenossenschaft, in der er ab der Gründung fast acht Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender und weitere vier Jahre als stellvertretender Vorsitzender tätig ist.
Günter Hanke, Vater zweier erwachsener Söhne, hätte die Zeit und die Kraft für alles ohne die große Unterstützung seiner lieben Ehefrau Monika nicht aufbringen können. Sie war ebenfalls Ingenieur und bis zu ihrem plötzlichen Tod vor zwei Jahren in seinem Ingenieurbüro tätig. Er ist stolz darauf, dass er „nie aufgehört hat zu lernen“ und glücklich über „den Zusammenhalt in der letztes Jahr größer gewordenen Familie.“ Er mag seine Arbeit, beschäftigt sich aber auch sehr gern „mit seiner kleinen Enkelin.“ Der 61-jährige, inzwischen ein Berliner, wünscht sich „als künftiger Rentner gesund zu bleiben, sowie einmal Island und Neuseeland zu besuchen.“