MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Werner Hansen

Immer in Bewegung sein

Werner Hansen

Fischer in Rente Adlerstr. 14 17034 Neubrandenburg

Wenn Werner Hansen auf sein bewegtes Leben zurückschaut, dann erinnert er sich besonders gern an seine Zeit als Leichtathlet. Nach der Arbeit in der väterlichen Gärtnerei ging er regelmäßig zum Leistungssport ans Lehrerinstitut in Alt-Rehse, wo er aufgewachsen ist. 1954 wurde der junge Hansen Bezirksmeister im 3000-Meter-Lauf in Prenzlau und 1955 lief er bei den DDR-Meisterschaften im Waldlauf. Bis 1958 betrieb Werner Hansen aktiv seine Leichtathletik. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der Jägerei. 1961 hat er seinen Jagdschein gemacht und ist bis zum heutigen Tag ein leidenschaftlicher Jäger. In der Wohnung der Eheleute Hansen gibt es ein kleines Zimmer, welches voll präparierter Jagdtrophäen hängt. Vom 16-Ender-Rotwild bis zum Dammwild ist alles dabei. Herr Hansen hat fünf Jagdhunde, die er selbst ausgebildet und zur Hundeprüfung geführt hat. Neben der Jagd hat es dem waschechten Mecklenburger das Fischen angetan. Sein größter gefangener Fisch war ein 8,5 kg schwerer Zander. 1936 in Pragsdorf geboren, aufgewachsen in Alt-Rehse, erlebte er als Kind die harten Kriegsjahre. Sein Vater war vier Jahre in Gefangenschaft, während seine Mutter fünf Kinder durchbrachte. Nach der Schule arbeitete Werner Hansen zwischen 1950 und 1956 in der Gärtnerei des Vaters. 1956 begann er als Transportarbeiter in der Energieversorgung zu arbeiten und blieb dort zehn Jahre. 1959 heiratete er seine Elfriede, mit der er drei Kinder, sechs Enkelkinder und zwei Urenkel hat. Elf Jahre blieb seine Frau zu Hause und kümmerte sich um die Kinder, hielt ihm den Rücken frei. Dafür ist Werner Hansen seiner Frau bis heute dankbar. Als die Kinder nach und nach in die Schule kamen, ging sie halbtags arbeiten, während er seit 1966 als Fischer arbeitete. Die Arbeitszeiten waren hart: morgens 6 Uhr raus, abends 22 Uhr rein, manchmal auch Nachtfischen. Im Winter wurden die Boote geteert, die Netze geflickt oder es ging zum Eisangeln. Dreißig Jahre arbeitete Werner Hansen als Fischer. 1996 ging er in den wohlverdienten Ruhestand. Aber bis heute geht er angeln und jagen. Er liebt das Wasser, die frische Luft, die Natur rund um Neubrandenburg. Und er ist stolz auf die gemeinsame Wohnung! Vier Jahre hat er regelmäßig an die damalige DDR-Führung geschrieben und um eine Wohnung gebeten. Als nichts passierte, fuhr Herr Hansen 1962 zur Kanzlei des Staatsrates der DDR nach Berlin und beschwerte sich. Prompt erhielten die Hansens eine Wohnung. Es ist gut, immer in Bewegung zu sein!
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