MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karl-Joachim Hahn

Immer diszipliniert, ehrlich und verantwortungsbewusst

Karl-Joachim Hahn

Tischler / Hochbauarchitekt
12555 Berlin

Karl-Joachim Hahn, meist einfach Joachim genannt, wurde 1923 in Straßgräbchen bei Kamenz, in der Lausitz, geboren. Er verbrachte mit seinen zwei Geschwistern eine schöne Kindheit, besuchte die gehobenen Klassen der Volksschule in Bernsdorf, Kreis Hoyerswerda und erwarb die mittlere Reife. Danach absolvierte er eine Lehre als Tischler. Mit 18 Jahren 1941 sechs Monate zum Arbeitsdienst verpflichtet und anschließend zur Wehrmacht eingezogen, kam er zuerst als Soldat nach Frankreich, dann an die Ostfront und beendete 1945 den Krieg in Schlesien. Jeder lief nach Hause und war froh darüber, alles überstanden zu haben. Er arbeitete erneut als Tischler im Betrieb des Vaters und machte hier seine Meisterprüfung. Danach leitete er einige Jahre den Betrieb seines Vaters, bis er 1947–1951 die Fachschule für Innenarchitektur in Berlin besuchte. Drei Jahre arbeitete er dann als Innenarchitekt. Im Abendstudium qualifizierte er sich zum Hochbauarchitekt. Es begann seine Tätigkeit im Hochbau, die ihm sehr viel Freude und Erfolg im Beruf brachte. Von 1952–1957 arbeitete er beim Magistrat von Groß-Berlin im Entwurfsbüro von Professor Henselmann. Karl-Joachim Hahn fand seinen Platz Bei „Akademieprojekt“, dem Architekturbüro der Akademie der Wissenschaften der DDR als Entwurfsgruppenleiter und im Forschungszentrum der DDR in Berlin-Adlershof, für das er mehrere Forschungsinstitute entworfen hat und deren Realisierung begleitete – seit 1959–1990, im Anschluss an die Bauten im Berliner Zentrum. Seine Handschrift als Architekt hat er an Bauvorhaben der damaligen Zeit in Berlin, wie der heutigen Karl-Marx-Allee, dem Strausberger Platz, dem Frankfurter Tor u. a. hinterlassen. Gleichzeitig wirkte er mit an diversen Entwürfen für Projekte und Publikationen im Hochbau des Bauwesens der DDR bis zur Wende. Für seine langjährige engagierte Tätigkeit erhielt er mehrfache Auszeichnungen, u. a. den Titel „Verdienter Aktivist“. Mit seiner Ehefrau Ilse verbrachte Karl-Joachim Hahn viele glückliche Jahre, ist zwischenzeitlich geschieden. Die Kinder Eva-Betina und Robert sowie die zwei Enkelkinder machen ihm viel Freude. Er ist als 91-jähriger stolz, ein geregeltes Leben führen zu können und im Wesentlichen gesund zu sein. Es war ihm stets ein Bedürfnis im Aquarell zu malen, vor allem auf seinen vielen interessanten Reisen durch Südamerika, Indien, nach China, der Mongolei u. a.Länder, die in seinen Motiven eine deutliche Spur hinterlassen. Über seine Reisen verfasste er interessante Reisebericht, aber auch über die „heißen Jahre“ 1933–1945 schrieb er einen längeren Report mit dem Titel „Bis zum bitteren Ende“. Seine freie Zeit nutzt er nach wie vor zum Wandern und für Ausflüge, manchmal auch allein. Sein Wunsch ist es, einfach die kleinen Dinge des Lebens weiter zu genießen, wie das Kaffee-Trinken mit dem Nachbarn und Spazieren-gehen. Gern unternimmt er gelegentlich eine Fahrt in sein Heimatdorf Straßgräbchen, um als Eigentümer seines Hauses „nach dem Rechten zu sehen“ und mit den Bewohnern ein Schwätzchen zu machen. Er blickt auf ein erfülltes Leben und freut sich auf noch weitere gute Jahre.
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