MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Brigitte Haase
Das Leben gemeistert
Fachverkäuferin
Schustergasse 13
04720 Zschaitz-Ottewig
Fon: 034324 / 23397
Als Brigitte Beuchler kam sie 1950 in Döbeln zur Welt. Als Älteste von drei Geschwistern wuchs sie auf. Während die Mutter in der Landwirtschaft arbeitete, war der Vater im Polizeidienst in Einsatz, kümmerte sich als Abschnittsbevollmächtigter (ABV) vor Ort um das Wohl und die Sicherheit der Bürger. Da der Vater nach Ostrau versetzt wurde, wuchs die junge Brigitte im nahen Noschkowitz auf, wo sie bis zur 4. Klasse die örtliche Schule besuchte, den Abschluss der 10. Klasse dann an der Ostrauer Schule bestehen konnte. Ihre Lehre als Fachverkäuferin für Fleisch- und Wurstwaren absolvierte sie von 1967–1969 bei der Staatlichen Handelsorganisation (HO). In deren Kaufhalle Döbeln Ost, einem der ersten Selbstbedienungsmärkte jener Zeit, erlebte sie die Praxis, wechselte aber nach Ende der Ausbildung in den kleinen Molkereiladen am Roßweiner Markt. Dann forderte die Familiengründung (Heirat 1971) neue Prioritäten. 1971 wurde Tochter Sylvi geboren, 1974 folgte Sohn Sven. Danach begann Brigitte Haase beim VEB Elektrowärme Döbeln in der Verwaltung, war vor allem für die Abrechnungen verantwortlich. Als ihr Mann 1985 als Hausmeister zur Deutschen Post wechselte, wurde auch sie abgeworben. Als Sekretärin des Abteilungsleiters fand sie interessante Aufgaben. Mit den Umstrukturierungen nach dem Ende der DDR wurde sie ab 1991 im Briefverteilamt Döbeln eingesetzt. Sie arbeitete nun in drei Schichten, musste auch an Wochenenden ran. Nach Schließung des Briefverteilzentrums erfolgte ihre Versetzung nach Radefeld, Borsdorf und Seifersdorf. Die anstrengende Arbeit bedingte, dass Brigitte Haase eher glücklich darüber war, als sie mit Überbrückungsgeld 2005 in den Vorruhestand wechseln konnte. 1994 hatten sie und ihr Mann das Anwesen in Zschaitz-Ottewig gekauft. Das große Grundstück erforderte viel Einsatz, Schafe und Hasen wurden lange Jahre gehalten, so dass es auch im Ruhestand genug zu tun gab. Ihr 2016 verstorbener Mann Gerd hatte Elektriker bei der Deutschen Reichsbahn gelernt, dann bei der Stadtwirtschaft in diesem Beruf gearbeitet. Lange Jahre war er nach seiner Armeezeit als Berufskraftfahrer unterwegs, ehe er Hausmeister bei der Post wurde. Daneben leitete er bis 1990 den Kreisfanfarenzug. Auftritte, gelegentlich auch im Rahmen des Bezirksfanfarenzugs führten bis nach Berlin. Auch Brigitte Haase war hier engagiert, wenn auch nicht mit Instrument aktiv, kümmerte sich ehrenamtlich um die Abrechnungen. Freude hat Brigitte Haase ebenso an den drei Enkelkindern. Gern erinnert sie sich an Reisen im Familienkreis nach Italien oder zum Musicalbesuch in Hamburg.