MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Manfred und Elfriede Hache

In Ruhe die letzten Jahre des Lebens genießen

Manfred und Elfriede Hache

Schmied
Landwirtin
Naußlitz 26
04741 Roßwein OT Naußlitz

Nur wenige Anwesen zieren die kleine Ortschaft Kobelsdorf, die zu Naußlitz gehört. Der „Waldgasthof Zur Margarethenmühle“ ist sehr bekannt und beliebt, auch von der Familie Hache für Geburtstagsfeiern und Hochzeiten gern genutzt. Etwas oberhalb ist das Ehepaar selbst sesshaft geblieben, denn es ist das Elternhaus von Elfriede Hache, in dem sie aufwuchs. Das Licht der Welt erblickte sie 1937 in Döbeln. Die Landwirtschaft der Eltern prägte ihr ganzes Leben. Früh half sie mit im Stall, auf dem Feld, besuchte die Schule der Nachbarorte Oberranschütz, zuletzt Haßlau, schloss mit der 8. Klasse ab. Dann forderte sie ganz der familiäre Hof, dazu wurde der landwirtschaftliche Kurs der Berufsschule Roßwein absolviert. So waren ihr die Pferde, Kühe, Schweine, das Kleinvieh immer vertraut. Nach der Familiengründung (Heirat 1956) galt ihre Liebe und Sorge vor allem auch den Kindern. Sohn Joachim wurde im Jahr der Hochzeit geboren, Sohn Matthias folgte als Nachzügler 1970. Später galt es auch, die Enkel zu betreuen, denn die Familien der technisch begabten und so beruflich engagierten Söhne blieben in der Nachbarschaft. Nur die vier Enkel sind nicht mehr alle in der Nähe, so dass die vier Urenkelkinder nicht regelmäßig bei Elfriede und Manfred Hache einkehren. Neben der Arbeit für Familie und Hof fand Elfriede Hache Aufgaben als Aushilfe im Kindergarten (auch in den letzten Jahren bis zum Übergang in die Rente) und im Waldgasthof. In der „Margarethenmühle“ feierte Manfred Hache (Jahrgang 1938) selbstverständlich auch vor kurzem seinen 80. Geburtstag. Er wurde in Nossen geboren, wuchs mit zwei Geschwistern auf, doch den Vater kannte er fast gar nicht, dieser fiel 1944 im Krieg. In Höfgen und Ziegenhain besuchte er die Schule, beim Meister Mädler in Rhäsa wurde er in drei lehrreichen Jahren zum Schmied ausgebildet. In der großen Dorfschmiede blieb er noch ein halbes Jahr, dann lockte der bessere Verdienst bei der Deutschen Reichsbahn. Am Bahnhof Nossen übernahm er Schmiedearbeiten, in der Umgebung war er beim Verlegen der Gleise im Einsatz. Nach drei Jahren wechselte er zu einer Döbelner Baufirma. Dort kam er erstmals mit einem Metier in Berührung, welches sein folgendes Berufsleben bestimmen sollte. Er wurde beim Bau von Blitzschutzanlagen eingesetzt. Das setzte sich fort, als er nach Wermsdorf vermittelt wurde, dort in der Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH), dann vor allem lange Jahre bis zum Ruhestand als geschätzter Mitarbeiter der auf Blitzschutzanlagen spezialisierten Firma von Dieter Bräuer tätig sein konnte. Risikoreich war das Agieren auf Dächern, Schornsteinen, Kirchtürmen, oft ohne Gerüst. Heute werkelt er noch im familiären Anwesen, in das er im Laufe der Zeit viel Arbeit gesteckt hat.
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