MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Kurt Haacker
Stets den Dingen auf den Grund gehen
Paul-Linke-Str. 1
17033 Neubrandenburg
Kurt Haacker, von allen nur „Otto“ genannt, erblickte 1959 in Goldenbaum-Mühle, im Kreis Neustrelitz das Licht der Welt. Seine Mutter, gelernte Bahnbetriebsschlosserin, arbeitete als Verkäuferin. Der Vater, ein gelernter Diplomgärtner, unterrichtet an einer Berufsschule für Gartenbau. Der Sohn wächst mit einem älteren und einem jüngeren Bruder auf. Alle drei Jungs werden zu Hause geboren. Im Jahr 1976 schloss Kurt Haacker die allgemeine Polytechnische Oberschule in Neustrelitz ab. Da er sich schon immer für Mopeds und Motoren interessierte, erlernte er den Beruf eines Fahrzeugschlossers. Diese schwere Knochenarbeit in einer LKW- und Baumaschinenwerkstatt sagte ihm auf die Dauer nicht zu und er bildete sich zum Berufskraftfahrer weiter. Ab 1978 diente Kurt Haacker drei Jahre bei den Streitkräften der DDR. Nach dem Wehrdienst fing Kurt Haacker beim Zoll an und hatte als kritisches Pateimitglied oft Auseinandersetzungen. Als Partei-politisch nicht mehr tragbar musste er 1988 den Zoll und die Partei verlassen. Anschließend arbeitet er in Neubrandenburg bei der Firma Sirokko und wurde in dieser Zeit immer wieder von der „Stasi“ überprüft. Nach der Wende verlor auch Kurt Haacker leider seinen Arbeitsplatz. Seine Frau Silvia, geborene Seydel, arbeitete zu dieser Zeit in der orthopädischen Werkstatt des Bezirkskrankenhauses. Diese wurde nach der Wende aus dem Krankenhaus ausgegliedert. Seine Frau und andere Kollegen beschlossen, diese Werkstatt selbstständig zu führen und so den Schritt in die Privatwirtschaft zu wagen. Der Erfolg blieb nicht aus, doch der Preis war ein 22-Stunden-Tag. Nicht untätig schloss Kurt Haacker eine Umschulung als Fliesenleger mit sehr guten Ergebnissen ab und arbeitete ab 1994 bei mehreren Firmen. Zehn Jahre später gab es in diesem Beruf einen Überbedarf. Er entschloss sich, in der Firma, die seine Frau gegründet hatte, als Rehatechniker anzufangen und ist heute noch Angestellter bei der Firma „Medicare“.
Mit seiner Frau Silvia war Kurt Haacker seit 1985 verheiratet. Sie ist leider nach langer Krebskrankheit 2014 verstorben. Den Sohn Andy, geboren 1978, hatte sie mit in die Ehe gebracht. Nach der Schulzeit und einer Tischlerlehre arbeitete er auch in der Firma seiner Mutter. Von ihm hat Kurt Haacker zwei Enkelkinder – der große Otis und die kleine Vanessa. Tochter Lisa kam 1987 zur Welt, ist heute Physiotherapeutin und wohnt in Stralsund. Er ist auf seine Kinder sehr stolz und freut sich immer wieder über den Zusammenhalt in der Familie. Kurt Haacker lebt sehr gern in seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern. Er muss immer in Bewegung sein und den Dingen auf den Grund gehen. Über nichts ärgert er sich mehr, als über falsche Charaktere. Gerne verbringt er seine Zeit mit seinem Hund und arbeitet im Garten und an seinem Haus. Er ist eben ein bodenständiger Mensch, ein echt „Mecklenburger Jung“.