MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Rosl und Manfred Gäbler

„Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben.“ (Kurt Tucholsky)

Rosl und Manfred Gäbler

Lindenallee 3
04849 Bad Düben OT Schnaditz
Fon: 034243 / 24704

Als Sohn einer Landwirtin und eines Mauerers wurde Manfred Gäbler 1940 in Schnaditz geboren. Nach Abschluss der 8. Klasse wäre er gerne Autoschlosser geworden. Als sich das nicht realisieren ließ, durchlief er eine Ausbildung zum Installateur in einer privaten Firma in Niemegk. Bis 1967 blieb er im Ausbildungsbetrieb tätig, wechselte dann zum VEB Kraftverkehr Bitterfeld (Außenstelle Bad Düben), wurde Berufskraftfahrer. Mit Lkw und Bus war er fortan unterwegs im Linien- und im Sonderverkehr. Nach der Wende nahm er die neuen Chancen wahr, verband die Berufstätigkeit mit der Reiselust und wurde im Reiseverkehr aktiv. Beginnend für ein Reisebüro am Rhein, wechselte er zweimal den Auftraggeber, fuhr schließlich für Kylltal-Reisen Leipzig und indessen seit 2011 für das Reisebüro Geißler. Schon längst im Ruhestand befindlich, wird er doch immer wieder um Einsätze gebeten, denn es gibt immer weniger Menschen die als Berufskraftfahrer arbeiten möchten. Die unsteten Arbeitszeiten, die Abwesenheit von zuhause sind für viele nicht wirklich verlockend. In vielen, vielen Ländern war er schon, sagt er. Italien, England, Irland, Griechenland, Polen, Holland, Spanien, Finnland, Frankreich.....Ehefrau Rosl hat ihn oft begleitet. Sie versteht, dass ihr Mann gerne unterwegs ist und solange er den Gesundheitstest besteht und Freude an seinem Tun hat, lässt sie ihn ziehen. Rosl Gäbler wurde 1951 in Mühlbeck geboren. Nach Beendigung der 10. Klasse absolvierte sie bei der HO (Handelsorganisation) eine Lehre zum Handelskaufmann und nahm die Arbeit im Großhandel auf. Als Vertretung für eine lange erkrankte Kollegin eingesetzt, musste sie sich nach deren Rückkehr neu orientieren. Im Handelskontor sorgte sie fortan als Disponentin für einen optimalen Fahrzeugeinsatz und wurde später in der Filmfabrik Wolfen für den Verkauf von Filmen an Großabnehmer (Tschechei) verantwortlich. Mit der Wende wurde sie arbeitslos, erhielt eine Umschulung vom „Handelskaufmann“ zur „Handelskauffrau“ (?!). Lange musste sie sich dem nicht stellen, konnte eine neue Stelle bei der Stadtverwaltung Leipzig antreten und war im Sozialwesen (Wohngeldstelle) aktiv. Die Arbeit machte ihr Freude, die Entfernung ihr nichts aus, denn sie teilt mit ihrem Mann eins ganz besonders: Sie fährt sehr gerne Auto. 1991–2014 konnte sie so noch etwas für ihre Rente tun, trat dann in der wohlverdienten Ruhestand. Die Gäblers sind stolz auf ihre Lebensleistung, die zu erreichen nicht nur dem eigenen Fleiß, sondern auch viel den ihnen beiden eigenem Organisationstalent zu verdanken ist. Oldtimer sind die Leidenschaft von Manfred Gäbler, Motorradfahren besondere Freude für ihn. Die Eheleute wollen noch viele gemeinsame Reisen unternehmen. Und wenn sie sagen „gemeinsam“ ist Hund Motte dabei inbegriffen der wie Frauchen und Herrchen nur zu gerne reist und auch sonst nie von ihrer Seite weicht.
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