MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Helmut Günther

Trassenbauer

Helmut Günther

Rentner
Pritzhagener Weg 29
12685 Berlin

In Kretzschau (bei Zeitz) kam Helmut Günther 1932 auf die Welt. Bald war das Leben kriegerisch geprägt, die Bombenangriffe auf Leipzig oder auf das Hydrierwerk Zeitz spiegelten sich im Feuerschein bis in diese Ortschaft. 1945 schloss er die Grundschule ab, lernte bis 1949 im Braunkohletagebau Profen Betriebselektriker, war dann in der Reparaturwerkstatt für Abraumgeräte eingesetzt. Vom Betrieb wurde er an die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät delegiert, eine damalige Besonderheit, um jungen Werktätigen das Abitur zu ermöglichen. Dieses legte er 1953 ab, studierte danach an der Technischen Hochschule in Dresden in den Bereichen Elektrische Energiewirtschaft und Hochspannungstechnik. Mit dem Diplom 1960 fing er beim VEB Energieversorgung Dresden als Fachingenieur für Kabelnetze an. 1965 wurde er zur Direktion Gas der VVB Energieversorgung Berlin empfohlen, wo er als Fachingenieur für Gasrohrnetze und Korrosionsschutz wirken konnte. Auf letzterem Gebiet erwies er sich nach einem postgraduellen Studium bald als gefragter Spezialist. 1969 wechselte er zum VEB Verbundnetz Gas und wurde dort zum Leiter der Technischen Kontrollorganisation berufen. Im Fernstudium an der Bergakademie Freiberg erwarb er sich noch den Abschluss als Diplom-Ingenieur Betriebswirtschaft. 1982 wurde das Gaskombinat Schwarze Pumpe sein Arbeitgeber, wo er im Aufbaustab des VEB Erdgasanlagenexport Mittenwalde für die Erdgastrasse bei Perm im Ural eingesetzt war, 1984 Leiter der Bauablaufplanung wurde und von da an als Produktionsleiter auf Auslandsmontage fungierte. Als die DDR Geschichte wurde, war er gerade vor Ort in Russland, später auch in der Ukraine. Die neuen Strukturen der Wirtschaft ab 1990 sahen ihn bis 1998 als Leiter der Abteilung Elektro- und Automatisierungstechnik in einem Ingenieurbüro für Gasanlagenbau. Dann schon im Ruhestand, machte er sich noch bis 2002 mit eigenem Ingenieurbüro selbständig, arbeitete als Akademiedozent und war bis 2005 Sprecher der Berliner Pensionäre im Verband Die Führungskräfte e. V. Frau Gisela war von 1956 bis 2005 an seiner Seite. Ein Kind, ein Enkelkind gehören zu seiner Familie. In der Jugend war er als Skispringer auf allen Thüringer Schanzen zu Hause, versuchte sich auch im Abfahrtslauf. Noch heute bereitet ihm die Musik Freude (Schifferklavier und Mundharmonika). Die Museen und Kultureinrichtungen der Hauptstadt sehen ihn als regelmäßigen Besucher.
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