MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Andreas Gruhne

Alles wird gut

Andreas Gruhne

Kühnitzscher Str. 4
04808 Lossatal OT Körlitz

Andreas Gruhne kam am 31.05.1960 in Leipzig zur Welt und wuchs in Körlitz auf. Sein Vater arbeitete als Diplomlandwirt, die Mutter war Bürgermeisterin. „Ich bin mit zwei Jahren adoptiert worden und blicke auf eine wunderschöne, behütete Kindheit zurück, in der mir später alle Wege offen standen“, berichtete Andreas Gruhne. Von 1966–1974 besuchte er die Schule in Kühnitzsch. Danach machte er sein Abitur an der EOS in Wurzen. „Ich wollte unbedingt auf dem Gebiet der Landwirtschaft, am liebsten mit Tieren arbeiten“, verrät Andreas und absolvierte eine Lehre zum Zootechniker / Mechanisator bei der LPG „Karl Marx“ Wurzen-Ost. Anschließend ging er drei Jahre zur Armee. Von 1987–1997 war Andreas Gruhne verheiratet. Aus dieser Ehe stammt Tochter Claudia (*1982), die in Wurzen lebt und bei der Volkshochschule im Öffentlichen Dienst angestellt ist. Sohn Bruno (*1999) wurde in einer darauffolgenden Beziehung geboren. Nach Absolvierung der Wehrpflicht suchte Andreas Gruhne eine neue berufliche Herausforderung und arbeitete bis zur Wende im Dreischichtsystem des Silikatwerkes Brandis in der Produktion. Nach Abwicklung des Betriebes ließ er sich zum Maurer und Systemelektroniker mit den jeweiligen Abschlüssen umschulen. Bis 2002 war Andreas Gruhne dann bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (SAW) in Leipzig tätig und unterrichtete unter anderem Umschulungsklassen. Eine weitere Ausbildung, diesmal auf dem Gebiet der Gerontopsychiatrie / Altenpflege alzheimer- und demenzkranker Menschen, führte ihn ins Altersheim Wurzen, wo er drei Jahre arbeitete. Als seine Mutter zwischenzeitlich schwer gestürzt war und immer pflegebedürftiger wurde, ließ er sich zunächst beurlauben und kümmerte sich um sie. „Letztendlich wurde daraus eine zehnjährige Vollzeitpflege ohne Urlaub und mit sehr wenig Freizeit. Aber das war es mir wert. Ich bin ein sehr sozial engagierter Mensch. Erst kürzlich habe ich meine Mutter nun doch in ein Heim geben müssen, weil es einfach nicht mehr anders ging“, schildert Andreas Gruhne diese intensive Lebensstation. Wenn er ein paar Stunden für sich beanspruchen kann, meidet er die Hektik. „Ich lese viel, höre Musik, habe mich früher im Wurzener Jazzclub eingebracht, Fußball gespielt und mich mit Freunden getroffen“, zählt Andreas Gruhne auf. Besonders stolz ist er auf die Entwicklung seiner Tochter, die oft zu Besuch kommt. Für die Zukunft wünscht er sich viel Kraft, um seiner Erkrankung Multiple Sklerose weiterhin trotzen zu können. „Ich möchte so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben führen und mich an all den Dingen freuen können, die mich hier in meiner Heimat umgeben“, sagt Andreas Gruhne. Vielleicht gelingt es ihm dabei auch, seinen Wunsch, ein Instrument zu erlernen, noch in die Tat umzusetzen.
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