MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Christine und Rupert Gruber

Ein Bayer zu Hause in Sachsen

Christine und Rupert Gruber

Handelskauffrau
Maschinenschlosser und Lokführer
08427 Fraureuth

Rupert Gruber will nicht mehr weg aus Sachsen, seit er seine Christine kennt. Seit 2003 ist der gelernte Maschinenschlosser und Lokführer aus Bayern mit der ausgebildeten Handelskauffrau verheiratet, lebt aber schon länger mit ihr in Fraureuth. Das Paar kennt sich bereits seit 1985 und führte später eine Fernbeziehung, die elf Jahre dauerte, bevor der Bayer 2002 nach Sachsen zu seiner heutigen Frau in deren Elternhaus zog. Geboren 1932 in Markt Indersdorf im Landkreis Dachau (Oberbayern), ging Rupert Gruber in Karlsfeld bei München zur Schule. Nach seiner Lehrzeit zum Maschinenschlosser (1946-1948) arbeitete er zwei Jahre bei den US-Streitkräften als Wachmann. 20 Jahre fuhr er Lkw und von 1971-1994 – bis er in Pension ging – Lokomotiven. Ob Fahrten bis nach Kufstein oder Salzburg, Rupert Gruber hat jede seiner Zugfahrten akribisch festgehalten. Er besitzt ein Archiv, in dem sich Maschinen und Baureihen wiederfinden. Seine jetzige Ehefrau Christine, die er bereits seit DDR-Zeiten kennt, interessierte sich mit ihrem Sohn Carsten (geboren 1971, heute Paketdienst-Fahrer, verheiratet in Langenbernsdorf, vier Kinder) aus erster Ehe als Eisenbahnfan schon immer für Loks. 1951 in Werdau zur Welt gekommen, ging Christine, geborene Wartinger, von 1958-1968 zur Schule in Fraureuth. Sie fand es lebendig, mit Zahlen zu arbeiten, ließ sich deshalb zwei Jahre in Zwickau zur Handelskauffrau ausbilden. Beim VEB Kohlehandel, Niederlassung Zwickau, arbeitete sie von 1968–1977 in der Buchhaltung. Ihre erste Ehe, die sie mit erst 18 Jahren einging, ging schief. 1977 begann die Mutter eines Sohnes im VEB Maßindustrie in der Zentralen Planung zu arbeiten. Als sie 40 wurde (1991) erhielt sie die Kündigung. Eine Zeit der Weiterbildungen folgte für die arbeitslose Frau, auch war sie über ABM bei einem Anbieter für Betreutes Wohnen beschäftigt. Sie pflegte ihre Eltern bis zu deren Tod und lernte bei Verwandten,, als diese zu Hause Westbesuch hatten, ihren heutigen Ehemann Rupert Gruber kennen. Durch die Liebe zur Eisenbahn von Mutter Christine und Sohn Carsten entwickelte sich ein reger Austausch. „Wir sind glücklich und zufrieden, haben sehr viele Reisen und Ausflüge unternommen“, schildert Rupert Gruber das gemeinsame Hobby. Sie haben Italien, die Schweiz und Bayern bereist, sind gern nach Erfurt und Dresden, München und Hof gefahren, besuchten Bad Elster und Klingenthal im schönen Vogtland, auch das nahegelegene Tschechien, nennt seine Frau Beispiele. Beide sind sie naturverbunden und haben deshalb auch viele Wanderungen unternommen, seit seiner Herz-OP fehlt Rupert Gruber die Kraft dafür. Sie selbst hat ein Faible für Porzellan, besitzt als Sammlerin einige schöne Stücke - auch in Erinnerung an die Fabrik, die sich bis 1926 in ihrem Heimatort befand. Christine Gruber gehört dem Heimatverein Fraureuth an. Das Ehepaar legt viel Wert auf Familienzusammengehörigkeit und Traditionen. „Weihnachten sind wir immer zu Hause und genießen im erzgebirgisch geschmückten Haus die heimelige Stimmung“, erklärt Christine Gruber. Gesundheit und Zufriedenheit, ein Leben ganz ohne Schulden, bedeuten ihrer Familie Glück. Sie leben gerne in Fraureuth im Haus, das einst ihren Eltern und davor den Großeltern gehörte.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz