MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Erika Gruschwitz

Glück bedeutet, gebraucht zu werden

Erika Gruschwitz

Kindergärtnerin i. R.
08412 Werdau

Glück bedeutet für sie, gebraucht zu werden. Und gebraucht wird die charmante Pensionärin an allen Ecken und Enden. Anderen zu helfen ist Herzensangelegenheit. Die Gesamtheit aller Aufgaben, welche sie mit Hingabe erfüllt, verleiht ihr selbst Kraft und diese Energie steckt sie in immer neue Projekte. Geboren wurde Erika Gruschwitz am 26.07.1935 in Werdau. Lächelnd plaudert sie über ihren Berufswunsch: „Ich war schon von klein auf verrückt nach Kindern und hätte mir nichts Schöneres vorstellen können, als Kindergärtnerin zu werden.“ Wie viele andere Kinder ein Freizeitangebot nutzend, war auch sie früher mit Pädagogen im Werdauer Wald unterwegs. Ein gewisser Herr Drechsler geht ihr bis heute nicht aus dem Sinn. Sie bewunderte, wie er mit Kindern umgehen konnte und ihr Berufswunsch verfestigte sich. Ausbilden ließ sich Erika Gruschwitz an der geschichtsträchtigen Fachschule für Kindergärtnerinnen „Henriette Goldschmidt“ in Leipzig, welche 1911 als erste Hochschule für Frauen in Deutschland gegründet wurde. Unterschiedlichste Etappen musste sie während 39 Jahren beruflichen Einsatzes bewältigen. Erzieherische Tätigkeit begann in einem Kinderheim. Zeitweise war sie sogar zur Betreuung schwer erziehbarer Jugendlicher eingesetzt. Über viele Jahre leitete sie große Einrichtungen mit 220 Kindern und nicht selten waren schwierige Situationen nur dank ihres ausgeprägten Organisationstalentes zu meistern. 1992 war der wendebedingte Wechsel in den Vorruhestand unvermeidbar. Erika Gruschwitz war enttäuscht, hätte sie doch gern bis zum 65. Lebensjahr gearbeitet. Doch sie fühlte sich zu jung für den Ruhestand, wandelte Unzufriedenheit in Stärke und startete neu durch. Schon zu DDR-Zeiten in unterschiedlichsten Institutionen ehrenamtlich aktiv, begleitet sie die Volkssolidarität bis zum heutigen Tag.. Im Rahmen der damaligen „Aktion 55“ stieg sie als Revisor in diese Hilfsorganisation ein. Sich ebenfalls sehr für ihr Wohngebiet engagierend, wuchs sie dadurch sukzessive in Seniorenarbeit hinein. 20 Jahre lang leitete sie eine Wandergruppe, deckt für diese noch immer den Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“ ab und eine Idee jagt die nächste. Vielseitig interessiert, gründete sie ein Lesecafé für Senioren und übernahm natürlich den organisatorischen Part. Hin und wieder lädt sie Autoren zu Lesungen ein, doch viele übernimmt sie kurzerhand selbst. Allerdings reserviert sie für Freunde und Familie viel Zeit. Sohn Andreas, Tochter Maritta und vier Enkel wohnen außerhalb und auf regelmäßige Wiedersehen freuen sich alle. Auch von ihnen wird sie gebraucht. Um weitere Vorhaben realisieren zu können, erklärt Erika Gruschwitz: „Dafür muss ich mich fit halten und habe mit 68 Jahren noch schwimmen gelernt!“
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz