MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erika und Michael Gruner

Schenkungen, die sich nicht mit Gold aufwiegen lassen

Erika und Michael Gruner

Dipl.-Wirtschaftler i. R.
99096 Erfurt

Hat sich das Leben von Erika und Michael Gruner aus großen Erfolgen oder kleinen Etappensiegen zusammengesetzt? Es war die Mischung aus beidem. Kleine Siege summierten sich zu großen Erfolgen.. Erika Gruner wurde am 23.01.1942 in Ungarn geboren, wohin ihre Vorfahren einst ausgewandert waren. 1944 wurden Ungarndeutsche vertrieben. So kam die Familie nach Mühlberg und zog später nach Erfurt. Das Abitur hatte sie 1960 abgelegt, studierte an der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst und war als Dipl.-Wirtschaftlerin auf Binnenhandel spezialisiert. Ihre erste Stelle führte zum Konsum nach Kölleda. Nach Babypause wechselte sie zum Chemiehandel Erfurt, war zuständig für Ein- und Verkauf, sammelte Erfahrungen in der Datenverarbeitung, sah jedoch für sich keine Möglichkeiten der Weiterentwicklung. 10 Jahre später begann sie am ökonomischen Forschungszentrum des Binnenhandels und gehörte bis 1985 der Abteilung Arbeitsökonomie an. Eine Kollegin inspirierte zu erneutem Wechsel an die Zentralverwaltung für Statistik der Bezirksstelle Erfurt. Von Anfang an Abteilungsleiterin der Abteilung Statistik, baute sie den neugegründeten Bereich auf und aus. Die Wende verursachte ihr keine Probleme. Nunmehr dem statistischen Bundesamt angegliedert, bestimmte die bislang unbekannte Verbraucherpreisstatistik die Arbeitstage, doch Erika Gruner war weiterhin in ihrem Element. Sie wurde Referatsleiterin, wiederum Abteilungsleiterin, wurde im höheren Dienst verbeamtet und ging nach Respekt forderndem Berufsleben 2007 in Rente. Michael Gruner, am 06.04.1939 in Erfurt geboren, wuchs größtenteils bei seiner Mutter auf. Vater war im Krieg geblieben und er zog mit seiner Mutter zu den Großeltern nach Eisenberg. Nach dem Abitur absolvierte er eine Lehre zum Handelskaufmann, arbeitete als Lohnbuchhalter bei einem Großhandel und ging gleichsam zum Studium nach Karlshorst. Er gehörte der gleichen Seminargruppe an wie seine Frau und dabei reifte nicht nur der Wissensschatz, sondern auch eine große Liebe. Er begann in Sömmerda, gehörte anschließend dem Bezirkswirtschaftsrat Erfurt an und fand Mitte der 70er Jahre eine neue Herausforderung am Rechenzentrum des Möbelkombinates, welches er mit erschuf und erweiterte. Auf Grund der Auflösung des Rechenzentrums 1992 bewarb er sich beim Energieversorger Waltershausen und war bis zum Renteneintritt 2004 verantwortlich für die Abstimmung der betrieblichen Erfordernisse mit der Softwarefirma. In Abstimmung mit dem Geschäftsführer arbeitete er bis zum 75. Lebensjahr noch zweimal wöchentlich im technischen Bereich. Die Töchter Sabine und Sybille, übrigens war Sybille Gruner eine erfolgreiche Handballerin, bereicherten ihre Eltern um vier Enkelinnen sowie das erste Urenkelkind.. Neben vielen Interessen und großem Freundeskreis ist die wachsende Familie für Gruners eine Schenkung der besonderen Art, die sich nicht mit Gold aufwiegen lässt.
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