MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Irma Grunt

Rührig und mit Organisationstalent das Leben meistern

Irma Grunt

Sachbearbeiterin und Stenotypistin
Greifstr. 51

17034 Neubrandenburg
Fon 0395 / 4220056

Die Rentnerin Irma Grunt lernt man im Gespräch als einen rührigen Menschen kennen. Sie ist stets in der Lage, schwierige Situationen zu meistern und schätzt Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung. Irma Grunt kommt am 15. Oktober 1934 in Elmenhorst zur Welt. Der Vater ist Melkermeister, die Mutter Hausfrau. Das naturverbundene Mädchen träumt davon, einmal Försterin oder Waldarbeiterin zu werden. Es wächst mit vier Geschwistern, alles Mädchen, auf. Im Jahr 1940 wird Irma Grunt in Kartlow eingeschult. Sie läuft jeden Morgen 2,5 Kilometer zur Schule und nachmittags die selbe Strecke wieder nach Hause. Der Lehrer ist ein Rentner, bei dem sie noch die altdeutsche Sütterlinschrift erlernt. Mit dem Einmarsch der Roten Armee 1945 verbindet sie eher gute Erinnerungen. Der sowjetische Ortskommandant, ein Lehrer, verbietet ihren Eltern, die Tochter zu schlagen. Als Irma Grunt im Jahr 1948 mit 14 Jahren die Schule verlässt, haben die Eltern eine bäuerliche Siedlungsstelle auf dem Gut bekommen. Sie arbeitet in den folgenden Jahren als mithelfende Familienangehörige in der neuen Bauernwirtschaft. Später geht sie in Demmin zur Fachschule für Landwirtschaft, muss das Studium wegen einer schweren Erkrankung aber nach einem Jahr abbrechen. Nach der Genesung arbeitet sie wieder auf dem Bauernhof ihrer Eltern und erlernt nebenbei Schreibmaschine und Stenografie. Danach findet sie in Altentreptow eine Anstellung als Schreibkraft im Büro der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD) und wechselt 1957 als Bürokraft zum Rat der Stadt Neubrandenburg. Nebenbei erwirbt sie ihren Abschluss als Facharbeiterin für Stenografie. Nur ein Jahr später wechselt sie als Schreibkraft zum Bezirksgericht Neubrandenburg, weil man ihr hier ein Zimmer zur Verfügung stellt. Als Irma Grunt ab Anfang der sechziger Jahre als Bürokraft zur Polizei wechselt, lernt sie in dieser Zeit ihren Mann Günter kennen, sie heiraten 1967. Aus einer früheren Beziehung bringt sie die 1956 geborene Tochter Annekathrin in die Ehe mit. Diese erlernt den Beruf einer Kindergärtnerin und ist heute Kitaerzieherin in Waren. Die gemeinsame Tochter Uta wird 1967 geboren, erlernt den Beruf einer Konditorin und ist Reinigungskraft in einer Poliklinik. Inzwischen ist Irma Grunt stolze Großmutter von vier Enkelkindern und einmal auch schon Urgroßmutter. Von 1964–1990 arbeitet sie bei „Sirokko“ einem Exportbetrieb. Sie ist zunächst Direktionssekretärin und kümmert sich später um die Devisen sowie die Reiseunterlagen für die „Reisekader“. Als Rentnerin betätigt sich Irma Grunt als Hobbygärtnerin, nimmt an einer Handarbeitsgruppe teil und ist gern mit Bekannten zusammen. Bei der Volkssolidarität bringt sie ihre beruflichen Erfahrungen und ihr Organisationstalent als ehrenamtliche Helferin ein.
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