MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gerhard Große

Die richtige Entscheidung

Gerhard Große

Maurer, Polizeihauptmeister
Untere Str. 10
01594 Stauchitz OT Grubnitz

In Riesa wurde Gerhard Goße 1941 geboren und durchlebte dort auch die ersten Jahre seiner Kindheit. Als der Vater, Ofensetzer und Fliesenleger, 1947 aus Kriegsgefangenschaft zurückkam, wechselte die Familie, zu der ein Bruder gehörte, zu den Großeltern nach Grubnitz, wo diese eine eigene Wirtschaft besaßen. Im Nachbarort Bloßwitz besuchte der junge Gerhard die Schule, kam das letzte Jahr vor dem Abschluss der 8. Klasse 1955 in die Schule von Ragewitz. Bei Maurermeister Max Förster in Stauchitz absolvierte er seine Maurerlehre. Nur kurz blieb er dann als Geselle dort, konnte sich anderes vorstellen als den Beruf im Bau. Von der Deutschen Reichsbahn am Hafen von Riesa wurde er knapp zwei Jahre als Rangierer eingesetzt. Dann folgte er der Anregung, es bei der Polizei zu versuchen. So entstand seine berufliche Lebensaufgabe. Bei der Bereitschaftspolizei in Leipzig begann seine Laufbahn, die für ihn eine Kraftfahrerausbildung und danach den Einsatz im Bereich Transport vorsah. Nächste Station wurde im Norden von Berlin die Gemeinde Basdorf, hier wieder hauptsächlich als Kaftfahrer, dann Potsdam. Die dortige Schule der Bereitschaftspolizei besuchte er ein halbes Jahr, danach wurde er schon als Ausbilder eingesetzt. Als solcher wirkte er auch, als seine Einheit nach Liegau-Augustusburg in die Dresdner Gegend verlegt wurde. Doch 1970 wollte er in die Riesaer Gegend, da er die Chance sah, in Grubnitz ein Haus zu bauen. In seiner einstigen Geburtsstadt konnte ihn die motorisierte Verkehrspolizei brauchen. Dort machte man jedoch Druck, dass er an der Volkshochschule die 10. Klasse nachholen sollte. Er wurde Dienstgruppenführer, erlebte Einsätze während der Leipziger Messe oder rund um Fußballstadien. Als er mit dem sich wandelnden gesellschaftlichen Umfeld (von der DDR zur Bundesrepublik) von der Volkspolizei zur Sächsischen Polizei wechselte, hatte er, für Einsatzbereitschaft und Korrektheit bekannt und politisch nicht vorbelastet, keine Schwierigkeiten, so dass er seinen Dienst bis zum Renteneintritt 2001 zuverlässig versehen konnte. Er wurde verbeamtet und kümmerte sich anfangs um die Unfallbereitschaft, war die letzte Zeit vor allem für die Aufklärung von den sich damals häufenden Unfallfluchten im Einsatz. Dass er mit sechzig Jahren in Rente zu gehen hatte, schmeckte ihm keineswegs, er sah sich weiter einsatzfähig, aber konnte die generelle Regelung nicht umgehen. Aus einer zeitig geschiedenen Ehe stammen zwei Kinder, mit seiner jetzigen Lebenspartnerin ist Gerhard Goße nun auch schon 43 Jahre zusammen, freut sich bis heute an Reisen in den Harz oder an die Ostsee.
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