MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Margarete und Egon Grießbach

„Schuld war nur der Bossa Nova“

Margarete und Egon Grießbach

Weberin i. R.
Rundfunkmechanikermeister i. R.
Fritz-Heckert-Siedlung 6
09337 Hohenstein-Ernstthal

„Schuld war nur der Bossa Nova“. Das Tanzen bescherte dem Paar wahrlich das Glück. Kennen gelernt hatten sich die Beiden bei der Tanzstunde und waren vorerst keine Tanzpartner. Doch nach der Hälfte der Zeit fasste sich der junge Mann ein Herz und traute sich an seine bevorzugte Dame mit der Frage heran: „Würdest Du mich zum Mittelball begleiten?“ Natürlich wollte sie. Heute sind die Eheleute schon seit 1957 verheiratet. Ihre Söhne Uwe und Gerd wurden Dipl.-Ingenieur und Braumeister sowie Technischer Leiter und mit ihren Schwiegertöchtern und Enkeln gestaltet sich ein harmonisches Familienleben. Geboren wurde Margarete Grießbach am 12.08.1937 in Hohenstein-Ernstthal. Mutter war Hausfrau und Vater arbeitete in der Schuhfabrik seines Bruders. Leider wurde ihr Papa während des Krieges schwer verwundet. Er konnte nie mehr vollständig genesen, doch beide Elternteile sorgten für ein unbeschwertes Aufwachsen ihrer Tochter. Margarete Grießbach spielte mit ihrer Katze und Schweine wie Ziegen wurden gehalten. Für sie gab es nichts Schöneres als mit Tieren aufzuwachsen. Überhaupt verfügte die gesamte Familie über enorme Tierliebe. An Schlachttagen ging es ihrer Mama besonders schlecht. Ihr liefen dicke Tränen übers Gesicht. Nach ihrem Schulbesuch ließ sich Margarete Grießbach zur Weberin ausbilden und arbeitete bis zur Geburt ihres ersten Kindes in einer Weberei im Zwei-Schicht-System. Noch heute pflegt sie Kontakte zu früheren Kollegen. Insbesondere eine Kollegin wurde zur Freundin und auch die jeweiligen Ehepartner wurden Freunde. Gern und oft trifft sich das Vierergespann. Auch Egon Grießbach, geboren am 06.04.1935 in Hohenstein-Ernstthal, erinnert sich gern seiner Kindheit. Begonnen hat seine Vorliebe für Fortbewegungsmittel mit einem Dreirad, welches von einem tollen Tretroller mit Wippe und Zahnstange abgelöst wurde. Das größte Geschenk war danach eine Eisenbahn von Merklin. Diese tauschte er später dennoch, wenn auch mit schwerem Herzen, gegen ein Fahrrad ein. Rundfunkmechaniker wollte er werden. Damals bot sich leider nur eine Lehre zum Spitzendreher an, wonach er in Grüna arbeitete. Doch Egon Grießbach gab nicht auf. Über Annonce begab er sich auf die Suche nach einem Ausbildungsbetrieb und erhielt eine Zusage. Somit widmete er sich seiner Umschulung zum Rundfunkmechaniker, hatte sein Ziel doch noch erreicht und bildete sich weiter. Das Meisterstudium war 1963 beendet. Er stieg zum Bereichsleiter auf und bekleidete diesen Posten bis zur Wende. Nach der deutschen Vereinigung begab sich Egon Grießbach in den Vorruhestand. Neben der Familie spielt der Garten für das Ehepaar eine große Rolle und besonders wenn Margarete Grießbach ihre beachtlichen Blumenanpflanzungen zur Gestaltung schönster Sträuße plündert, geht einfach das Herz auf.
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