MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Kerstin Greiner

Beruflich angekommen

Kerstin Greiner

mit Ehemann Michael
Krippenerzieherin
Erzieherin

99087 Erfurt

Kerstin Greiner kam am 29.07.1959 in Erfurt zur Welt. Nach zehnjähriger Schulausbildung stand ihr Wunschberuf schon früh fest. „Ich wollte immer Krippenerzieherin werden“, verrät sie und absolvierte ein dreijähriges Studium an der Medizinischen Fachschule Erfurt. Im Anschluss arbeitete sie bis zur Geburt ihres ersten Sohnes Sebastian (1980) in der Betriebskindergrippe des Büromaschinenwerkes Optima. Nach dem Babyjahr wurde sie bis 1983 in einer Krippe in Erfurt-Nord eingesetzt. Da für ihren Sohn jedoch nur ein Kindergartenplatz in ihrem Wohngebiet „Roter Berg“ zur Verfügung stand, konnte sie nicht mehr in Schichten arbeiten und musste ihren Beruf vorerst aufgeben. Sie wechselte als Sachbearbeiterin in die Abteilung Gesundheitswesen beim FDGB. Nach der Niederkunft des zweiten Sohnes Florian (1985) widmete Kerstin Greiner sich vorerst ihrem Privatleben. „Da Florian aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Krippe gehen konnte, habe ich zeitweise als Zustellerin bei der Post ausgeholfen, bis man mir dort einen Arbeitsvertrag anbot. Das war insofern gut, weil ich das Kind mitnehmen konnte“, erinnert sie sich. Aus Organisationsgründen kündigte Kerstin Greiner dieses Beschäftigungsverhältnis mit dem Schuleintritt ihres zweiten Sohnes. „Für den Jungen musste spezielle Kost zubereitet werden, was mit einer vollen Berufstätigkeit meinerseits nicht vereinbar war“, erklärt sie diesen Schritt und machte sich fortan als Vertreterin und Gruppenberaterin für die Firma Tupperware selbstständig. Auf Grund einer eigenen Erkrankung musste sie diese Tätigkeit jedoch aufgeben. Nach ihrer Genesung arbeitete sie in den folgenden Jahren in einem privaten Textilhaus zunächst als Verkäuferin, später als Verkaufsstellenleiterin, dann in einem Bäckereifachgeschäft. „Aber der Traum, wieder in meinem erlernten Beruf als Krippenerzieherin zu arbeiten, hat mich nie losgelassen“, erzählt Kerstin Greiner. Seit 2011 ist sie zurück bei „ihren Kindern“ und arbeitet inzwischen als stellvertretende Leiterin in einer Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt Erfurt. „Ich bin angekommen und sehr stolz darauf“, lächelt sie. Lange Zeit war sie auch Mitglied im Verein „Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“ und kümmerte sich z.B. darüber hinaus privat um die Ferienbetreuung dreier Kinder aus einer weißrussischen Familie. Kerstin Greiner ist seit 1979 mit ihrem Mann Michael, einem gelernten Kfz Schlosser und heutigem Polizeibeamten, verheiratet. Ihre Söhne, zu denen auch drei Enkel gehören, leben in den alten Bundesländern. In ihrer Freizeit zieht es Familie Greiner seit vielen Jahren in die Berge nach Bayern und Südtirol. Auch Basteln und Musikhören verschönern den Alltag. „Eine Tradition in unserem Hause ist der Stollenanschnitt den wir jedes Jahr zum ersten Advent mit meinem Cousin teilen“, verrät Michael Greiner. Im Hinblick auf das bevorstehende Rentenalter ist den Greiners vor allem Gesundheit wichtig und dass sie gemeinsam noch lange durch ihre lieb gewonnene Bergwelt wandern können.
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