MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Eva-Maria Grampp
Der pädagogischen Arbeit verpflichtet
Lehrerin
Lichtenberger Straße 5
10178 Berlin
Fon: 030 / 2425394
Ihre heute bereits diamanten glänzende Hochzeit hatte Auswirkung auf den Berufswunsch von Eva-Maria Grampp, durch den Ehemann 1952 nach Berlin gezogen, warb er sie auch für den Lehrerberuf. Geboren wurde sie 1930 in Freiberg/ Sachsen. In Leipzig legte sie das Abitur ab, entschied sich für den Beruf einer Gewandschneiderin, mit dem Wechsel nach Berlin widmete sie sich nun dem Studium, wurde Lehrerin für die Fächer Musik und Mathematik. 1959 begann sie zu unterrichten, ließ ein Zusatzstudium in Mathematik folgen, unterbrach ihre pädagogische Tätigkeit für die Geburt der drei Kinder, lehrte dann in Berlin-Weißensee und zuletzt 31 Jahre lang bis zum Ruhestand 1990 in Berlin-Mitte.
Als Hans-Dieter Grampp 1927 in Rostock geboren wurde, war es nicht mehr weit, bis der Krieg seine Jugend überschattete. Mit 16 Jahren wurde er als Luftwaffenhelfer eingezogen, musste zum Arbeitsdienst, realisierte seinen Wunsch zur Marine zu gehen. An der Oderfront verwundet, landete er mit dem Ende des Krieges in Holstein, wo er als Torfstecher Arbeit fand. In Kiel konnte er dann sein Abitur ablegen, in Schwerin die Ausbildung zum Pädagogen beginnen. Bereits 1947 erhielt er an einer Rostocker Knabenschule die erste Lehrerstelle. Jung genug selbst noch zu lernen, entschied er sich für ein Pädagogik-Studium Kunstgeschichte/ Deutsch an der Rostocker Universität, das er ab 1950 an der Berliner Humboldt-Universität fortsetzte und 1953 abschloss. Danach arbeitete er als Assistent an der Universität und wechselte später zum Staatssekretariat für Hoch- und Fachschulwesen, aus dem dann das gleichnamige Ministerium hervorging. Hier war er zuständig für die Wissenschaftsbereiche Kunst, Musik, Theater und Logopädie, sowie Kunst- und Musikerziehung, wirkte in entsprechenden Beiräten und besuchte Tagungen und Kongresse. 1975 promovierte er an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. 1982 wurde Dr. Grampp als Abteilungsleiter wissenschaftliche Bibliotheken und Museen im Ministerium eingesetzt. 1988, nach zehnjähriger Tätigkeit als Honorardozent, wurde er auch als Honorarprofessor für Kunstgeschichte von die Greifswalder Universität berufen. Im Oktober 1990 trat er in den Vorruhestand.
Das Ehepaar hat neben den drei Kindern bereits vier erwachsene Enkel, freut sich am Kulturleben der Hauptstadt (Konzerte, Ausstellungen), genießt die Kurreisen in die Slowakei und engagiert sich in der Partei „Die Linke“, in Gewerkschaft und der Volkssolidarität.