MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Astrid und Frank Barnitzki

„Der ideale Mensch fühlt Freude, wenn er anderen einen Dienst erweisen kann.“ (Aristoteles)

Astrid und Frank Barnitzki

Friseurmeisterin
Inhaberin Friseursalon
Weberstr. 40
08393 Meerane
Fon: 03764 / 47064

Als Tochter einer Lagerverwalterin und eines Heizungsmonteurs wurde das Mädchen Astrid 1967 geboren. Sie und ihr Zwillingsbruder kamen als „Nachzügler im unerwarteten Doppelpack“ in die Familie und wurden von den vier Geschwistern freudig begrüßt. Schon als Kind hatte Astrid den Wunsch einmal Friseurin zu werden. Den realisierte sie nach Abschluss der 10. Klasse zielstrebig. Beginnend mit einer entsprechenden Lehre in einem privaten Friseurmeister-Salon, lernte sie alles bei ihrem Chef, der streng aber fachlich fundiert Wissen und Können vermittelte. Nachdem dessen eigener Sohn auf die Ausbildung zum Friseur und spätere Weiterführung des väterlichen Geschäftes verzichtet hatte lagen die Hoffnungen des Lehrmeisters nun bei der jungen Frau. Sie hatte die nötige Begeisterung, die notwendigen Voraussetzungen und war ihm ans Herz gewachsen. Er plante deshalb an sie einmal sein Geschäft zu übergeben. In Vorbereitung darauf absolvierte seine Schülerin einen Meisterlehrgang. Doch dann kam alles anders: Sie verliebte sich, heiratete 1987 ihren Mann Frank und plante nun mit ihm gemeinsam neu. Ein Eigenheim sollte gekauft und ausgebaut werden. Was wäre da naheliegender als dieses Bauvorhaben so zu gestalten, dass ein eigener Laden mit integriert würde? Keine Mietkosten, freie Entscheidungsmöglichkeit, eigene Verantwortung – das überzeugte! Was rückblickend so einfach klingt war es damals nicht. Viele schlaflose Nächte begleiteten die mutige Entscheidung der Eheleute. Schuldenaufbau war man in der DDR nicht gewöhnt. Doch ohne Kredite war das Projekt nicht zu stemmen. Schlaflose Nächte gab es reichlich in dieser Zeit, die zudem beinhaltete, dass beide Eheleute den Schritt in die Selbstständigkeit wagten. „Wir mussten immer wieder auf die Bank gehen und sagen: Wir bräuchten nochmal...“ erzählt sie von immer neuen Herausforderung und nötigen Nachfinanzierungen. 1995 eröffnete sie ihren Salon. An Kundschaft mangelte es nicht, die Stammkunden bleiben ihr treu. Das bis heute so geblieben, freut sie sich und berichtet davon indessen drei Kolleginnen angestellt zu haben. Weitere Filialen zu eröffnen sind für sie keine Alternative, denn dann würden die Verwaltungsaufgaben die praktische Tätigkeit minimieren. Das ist nicht ihr Ziel, weil sie noch immer mit Begeisterung im Beruf tätig ist. „Alles kann bis zur Rente so weitergehen“ wünscht sie sich deshalb. Was danach aus dem Salon wird ist noch nicht entschieden. Sohn Sven (geb. 1988) ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Er hat eine Meisterausbildung durchlaufen und ist als Bauleiter in einem Architektenbüro angestellt. Bergwandern ist die Leidenschaft der Eheleute Barnitzki. Schon einige Alpenüberquerungen haben sie gemacht, wandern im Gebirge mit Rucksack von Hütte zu Hütte. „Wir brauchen die Bewegung, fahren deshalb auch gerne Rad“ berichtet Astrid Barnitzki. „Momente wo alles stimmt“ empfindet Astrid Barnitzki als Glück und möchte noch viele solcher Zeitpunkte erleben können.
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