MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Anneliese und Werner Barth

Goldene Aussichten

Anneliese und Werner Barth

Instrukteur für Schafzucht
Lehrerin
Siedlungsweg 6
06188 Landsberg
Fon: 034602 / 50919

Nur noch wenige Monate sind es bis zum 50. Ehejubiläum. Im Dezember 1966 hatten sich Anneliese und Werner Barth das Ja-Wort gegeben. Zwei Söhne (Achim 1967 und Ulrich 1969), vier Enkel haben ihre Familie bereichert. Werner Barth wurde 1939 in Wiedersdorf, bei Queis, nur wenig östlich von Halle (Saale) geboren. Im Nachbarort Klepzig besuchte er acht Jahre die Schule, dann die landwirtschaftliche Berufsschule. Im Abendstudium konnte er die 10. Klasse nachholen, an der Fachschule für Landwirtschaft in Naumburg sich in dreijährigem Studium weiterentwickeln. Nur zwei Monate dauerte seine Absolventenverpflichtung in die Uckermark, dann rief 1964 der Grundwehrdienst. Zurück im Zivilleben wurde er technischer Assistent am Institut für Ökonomie der sozialistischen Landwirtschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1967 wechselte er zur Tierschutzinspektion, später Teil des VEB Tierzucht. Als Instrukteur für Schafzucht blieb er bis 1990 im Einsatz. Zwischendurch lagen zwei Jahre in Algerien (1975–1977), in denen er als Ausbilder auf einer von der DDR eingerichteten Schulfarm dortige Jugendliche betreute. Mit den Umstrukturierungen nach Ende der DDR fand er bei der Frisch-Lamm Metzgereigesellschaft Stuttgart längerfristige Aufgaben, vor allem im Ankauf. Noch heute, längst im eigentlichen Ruhestand, ist er für die Stuttgarter Firma beratend und als Einkäufer gelegentlich unterwegs. Als Anneliese Naumann kam seine Frau 1942 in Halle (Saale) zur Welt. Aufgewachsen in Kockwitz, besuchte sie ebenso die Klepziger Schule, absolvierte die letzten Jahre bis zum Abschluss der 10. Klasse an der Freiimfelder Schule in Halle. In derselben Stadt begann sie am Institut für Lehrerbildung ihre Vorbereitung auf den Lebensberuf. Zwei Jahre studierte sie direkt, im 3. Jahr unterrichtete sie bereits, vervollkommnete sich im Fernstudium. Als Unterstufenlehrerin war sie von 1961–1979 in Klepzig im Einsatz, bis auf die Jahre, da sie ihren Mann nach Algerien begleiten durfte, dort pädagogische Aufgaben übernehmen konnte. Als die Klepziger Schule geschlossen wurde, wechselte sie 1979 zur Schule in Gröbers, 1991 an die Grundschule in Hohenthurm. Seit dem Jahr 2000 ist Anneliese Barth im Ruhestand. Doch die ruhigen Jahre sind durch beider Aktivitäten geprägt, zweimal wurde Algerien wieder besucht, selbst Uganda stand auf der Reiseroute. Werner Barth ist bis heute in der Zucht exotischer Vögel (Zierenten, Sittiche, Papageien, Kakadus) aktiv. Seine Frau singt im Chor und unterstützt den Heimatverein.
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