MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Christian Barth
Sternbild Widder – Konsequent das Leben meistern
Lehrer
08412 Werdau
Christian Barth kommt am 16. April 1935 zur Welt, sein Geburtstag liegt im Sternbild Widder. Das heißt, wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, setzt er alles daran, seine Vorstellungen umzusetzen. Christian Barth wächst in Leutnitz auf, in der Siedlung wohnt er noch heute, sie gehört inzwischen zu Werdau. Der Vater wird als Lokführer im Zweiten Weltkrieg in Frankreich eingesetzt, die Mutter arbeitet als Köchin. Christian Barth schließt die Schule mit der achten Klasse ab. Entgegen dem Willen der Eltern geht er nicht auf eine Textilschule, sondern absolviert eine Lehre als Mechanikerlehrling bei Mafa. Nebenbei belegt er an der Volkshochschule Kurse in Mathematik.
Christian Barth bekommt Probleme mit seinen Händen er muss den Mechanikerberuf aufgeben, wechselt zum Kühlanlagenbau, wo er noch einmal eine komplette Ausbildung absolviert. Er baut nun Kühlschränke und Kühlanlagen, erlernt außerdem noch den Beruf eines Fliesenlegers und kann sich so einiges dazu verdienen.
Zu dieser Zeit bildet Christian Barth bereits junge Leute aus. Seine Chefin schickt ihn zur Qualifizierung, er wird Lehrer für Polytechnik, studiert in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz und absolviert daneben ein Sonderstudium zur Förderung behinderter junger Menschen. Diese Entscheidung hat der Pädagoge nie bereut. Er arbeitet später an der Pestalozzi-Schule in Werdau. Christian Barth ist ein Mensch, der gern gefordert wird und hat auch deshalb sehr viel Freude an der Arbeit mit den behinderten Kindern und Jugendlichen. Noch heute wird er immer wieder von ehemaligen Schülern angesprochen: „Herr Barth, wann kommen Sie endlich wieder?“ Auch nach seiner Pensionierung kann er von seinem Beruf nicht lassen und beobachtet die Kinder, wenn sie zur Schule gehen.
Seit 1959 ist Christian Barth mit seiner Frau Maria verheiratet, sie hat früher in der LPG auf dem Schlachthof gearbeitet, später ist sie Köchin. Zur Familie gehören die drei Töchter Steffi, Antje und Evelyn. Außerdem können sich Maria und Christian Barth über sieben Enkelkinder freuen, auch ein Urenkel ist schon vorhanden.
Ab 1970 bauen Christian und Maria Barth ihr eigenes Haus. Schon als Sechsjähriger hat Christian Barth gesagt: „An dieser Stelle will ich einmal bauen“ und lange Jahre davon geträumt, bis er diesen Wunsch dann konsequent in die Tat umsetzt. Auch der Wunsch Eigenheim statt Miete spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Christian Barth hat niemals eine seiner Entscheidungen bereut, weder beruflich noch privat. Heute verbringt er die meiste Zeit bei der Arbeit im Garten. Er ist schon immer ein sehr naturverbundener Mensch gewesen. Wegen seines Alters hat er keine Beete mehr, sondern pflegt vor allem Blumen. Christian Barth ist glücklich, in seinem Alter noch bei guter Gesundheit zu sein und er wünscht sich dies auch für die folgenden Jahre.