MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Harry Baldeweg
Ingenieur beim Wartburg-Werk und seine Hobbys
Gartenanlage „Wartburgblick“ Stegdarer Allee 19 99817 Eisenach
Er hat ein Helfersyndrom, unterstützt alte Menschen. Oft geht er mit den Hausbewohnern der AWG (Arbeiterwohngemeinschaft) wandern. Als Hobbymaler hat er viele Kunden, auch Aufträge von Betrieben. Der Eisenbahnfan ist auch mit Reinigungsarbeiten ( Lackierer) beschäftigt. 25 Jahre ist er nebenberuflich in der G(r)aswirtschaft? für Eisenach-Nord tätig gewesen. In der Gartenanlage „Wartburgblick“ besitzt der vormalige Planungstechnologe seit einigen Jahren ein gepachtetes Gundstück. Hier im Grünen findet er Erholung.
1938 wird Harry Baldeweg in Rötha geboren. Nach dem Abitur absolviert er auf Rat eines befreundeten Ingenieurs in Görlitz die Fachschule für Maschinenbau. Infolge ist er als Ingenieur in Leipzig-Holzhausen in der Leichtindustrie beschäftigt. Seit 1964 beim Automobilwerk Eisenach als Planungstechnologe für Getriebebau und Operativ-Technologie, leitet er als Untergruppenleiter in Abstimmung mit den jeweiligen Bereichen die Vorbereitung der Wartburg-Produktion und den Fertigungsprozess. Der nach 1945 gegründete Betrieb ist mit 10000 Angestellten Hauptarbeitgeber der Stadt Eisenach. Mit der Wende wird der Getriebebau, die Umform- und Fügetechnik zusammen mit den Fachkräften, darunter Harry Baldeweg, von einem westdeutschen Betrieb in Colberg übernommen bzw. wird eigenständig. Besonderer Wert wird auf die Produktion anspruchsvoller und formschöner Autos gelegt sowie auf die Weiterentwicklung der Motorengenerationen.
Mit seinem Kollektiv ist Harry Baldeweg noch in der DDR für das Baumuster 353 ausgezeichnet worden. Schmerzhafte Erfahrungen hat er beim Abriß seiner ehemaligen Arbeitsstätte AWE als ABM-Kraft gemacht!
Heute im Ruhestand geht er oft schwimmen, fährt mit dem Rad. Am liebsten verbringt er die Freizeit mit der Wandergruppe und beim Handball. 20 Jahre ist er dort nun schon Ordner. Er ist stolz „auf die vielen malerischen Erlebnisse“, auf die Ehefrau (Impffürsorgerin), auf seine beiden Kinder: der Sohn (49 J.) ist bei den Opel-Werken beschäftigt, die Tochter (41 J.) Krankenschwester und auf die Enkel(3) Glück bedeutet für den inzwischen 75-Jährigen „Gesundheit und familiäres Glück.“ Der geborene Sachse lebt gern in Thüringen. Aber wird „immer Wahlthüringer bleiben.“ „Niemals einem anderen Leid zufügen, indem man ihn verrät,“ ist sein Leitspruch. Vorbilder sind seine Eltern, vor allem seine Mutter, Ernst Thälmann, Rosa Luxemburg, Sarah Wagenknecht von der Linken und Schauspielerin Iris Berben.
„Vorhersehen“ können, wünschte er sich und träumt von einem Lottogewinn.