MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Hanna Gotter
Tausende Babyschuhe für Verein gestrickt
Obere Bahnhofstr. 14
08228 Rodewisch
Fon: 03744 / 31006
Sie ist ein glücklicher Mensch und Vogtländerin mit Leib und Seele. Gern pflegt Hanna Gotter, geborene Beckert, deshalb auch die Mundart ihrer Heimat. Heute lebt die über 70-Jährige in Rodewisch im Vogtlandkreis. Mit dem Stricken von Babyschuhen unterstützt die Seniorin, die mit dem 2015 verstorbenen Manfred Gotter verheiratete war, ehrenamtlich einen gemeinnützigen Verein unter dem Namen Kaleb e. V. mit Sitz in Plauen.
Das Gremium engagiert sich mit Mitgliedern und Helfern wie Hanna Gotter und versorgt Krankenhäuser im Vogtlandkreis in Sachsen mit Babyschuhen.
Kaleb heißt „Kooperative Arbeit leben ehrfürchtig bewahren“.
Geboren 1940 in Grünbach / Vogtland, ist Hanna Gotter zusammen mit ihrem älteren Bruder aufgewachsen. Ihre Mutter war in der Textilindustrie tätig, der Vater in einer Gärtnerei beschäftigt. Sie selbst hatte immer den Wunsch, Krankenschwester zu werden, folgte aber dem Willen der Mutter und begann nach ihrer Schulzeit eine Lehre als Näherin in Auerbach. Im Falkensteiner Bekleidungswerk arbeitete Hanna nach ihrer Ausbildung ein knappes Jahr. Schließlich orientierte sie sich beruflich neu und fing im Sächsischen Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie als Reinigungskraft an. Ihrem eigenen Wunsch folgend,
ließ sie sich dort zur Hilfsschwester ausbilden und absolvierte im Anschluss die Ausbildung zur Vollschwester, die sie mit dem Examen abschloss. Dreiunddreißig Jahre arbeitete sie in der Psychiatrie und wechselte dann für sieben Jahre – bis zum Erreichen des Rentenalters – in den Bereich Sucht.
In ihrer Freizeit hat sie als Ausgleich zum Berufsleben im Chor sowie in der Tanz- und Theatergruppe mitgewirkt. Wird sie heute gefragt, was für sie bisher das Schönste war, sagt Hanna Gotter: „Die Geburt meiner beiden Kinder.“ Die Töchter Steffi, geboren 1964 und Manuela, geboren 1970, sowie die drei Enkelkinder sind ihr ganzer Stolz.
Hanna Gotter liest gern humorvolle Lektüre, zum Beispiel von Hirschhausen. Sie liebt Gartenarbeit und wünscht sich für die Zukunft Gesundheit für die ganze Familie sowie ein friedliches und ruhiges Leben. Wenn sie es selbst in der Hand hätte, würde sie für Frieden, überall auf der Welt sorgen. Was sie ärgert, ist Oberflächlichkeit von Menschen.